Karteieintragstypen

Letzte Anpassung: 21. October 2020

Über Admin → Karteieintragstypen wird das Fenster „Einstellungen Kartei“ geöffnet. Von tomedo® werden eine Reihe von Standard-Karteieinträgen mitgeliefert, wie die Diagnosen, Anamnese, Befund oder der Arztbrief. Wie gewohnt können Sie über die Plus-Schaltfläche weitere Karteieinträge anlegen oder über die Minus-Schaltfläche entfernen. Ebenso sind der Export und Import sowie Download und Upload aus dem Tausch-Center möglich.

In der Tabelle „Tagessortierung“ wird die Reihenfolge der Eintragstypen pro Tag in der Kartei festgelegt. Mit der Aktivierung der Checkbox „Für diesen Rechner aktivieren“ findet diese Reihenfolge Anwendung in der Kartei. Möchte der Nutzer, dass ein Eintragstyp immer ganz oben in der Kartei steht, muss die Checkbox „Karteieintrag standardmäßig in der fernen Zukunft anlegen“ aktiviert werden. In dem Fall wird das Erstelldatum des Karteieintrags auf den 31.12.9000 gelegt.

Achtung: dies sollte entsprechend nur für Karteieinträge angewendet werden, wenn das reale Erstelldatum unwichtig ist.

Mit der Festlegung des Kürzels und dessen Eingabe in die Kommandozeile erscheint der Eintragstyp in der Kartei. Der Name wird ergänzend zum Kürzel mit der Eingabe in die Kommandozeile angezeigt und kann so als Erklärungstext dienen. Weiter erscheint das Kürzel in der Symbolleiste für den hinzugefügten Karteieintragstyp. Für die Visualisierung des Karteieintragstyps in der Symbolleiste kann ein Bild hinzugefügt werden.

Die Text- und Hintergrundfarbe bezieht sich ausschließlich auf die Visualisierung des Eintrags in der Kartei. Weiter muss für den Karteieintragstyp, der Standardmediatyp definiert werden. Bisher werden in tomedo® folgende Standardmediatypen bereitgestellt:

Die Verfügbarkeit des Karteieintragstyp in der Kommandozeile und in der Kartei wird durch Kontrollkästchen geregelt.

Custom-Karteieinträge

Custom-Karteieinträge ermöglichen die Erstellung von komplexen praxisspezifischen Karteieinträgen. Wählen Sie dazu den Standardmediatyp „Custom“ aus und drücken Sie anschließend auf die Schaltfläche „zur Custom-Karteieintrag-Verwaltung…“

In der Custom-Karteieintragsverwaltung kann für den gesamten Karteieintrag die Popover-Breite und -Höhe in Pixeln eingestellt werden. Mit leer lassen dieser Felder, wird in Abhängigkeit vom Inhalt des Karteieintrags die Popover-Größe berechnet.

Über die Plus-Schaltfläche kann eine Eintragsart zum Custom-Karteieintrag hinzugefügt werden. Im ersten Schritt sollte die Auswahl der Eintragsart erfolgen. Aktuell stehen folgende Eintragsarten zur Verfügung, siehe Abbildung.

Für jede Eintragsart kann der Anzeige- und Variablenname definiert wer–den. Die Konfiguration der Eintragsart erfolgt über die Spalten „Konfiguration“ mit Festlegung der Zeilenanzahl und Ausrichtung des Textes sowie über die Spalten „Breite Anzeigename“ und „Breite Wert“.

Konfiguration des Anzeige- und Variablennamen

In Abhängigkeit der gewählten Eintragsart wird bereits ein Anzeige- und Variablenname automatisch gesetzt, wie z.B. beim Kopfumfang oder BMI. Für die anderen Eintragsarten sind der Anzeige- und Variablenname standardmäßig leer. Der Anzeigename kann durch den Nutzer beliebig hinzugefügt und aktualisiert werden. Der Variablenname hingegen, wird nicht bei allen Einträgen benötigt und kann nicht für alle Eintragsarten editiert werden, so wie der BMI. Beispielsweise wird der Variablenname für den Inhalt im Karteitext und für die Generierung der Textfelder, wie „Textfeld nicht editierbar“ oder „Text zusammengesetzt nicht editierbar“ genutzt. Sie sollten also den Variablennamen mit Bedacht wählen und am Besten nicht mehr ändern.

In der Spalte „Vorauswahl“ kann direkt der Inhalt für die Eintragsart erfasst werden. Mit Hilfe von Variablennamen können im Feld „Vorbefüllung“ einzelne Felder im Fließtext durch $[v1]$ ersetzt werden. Aufzählungen können verschachtelt werden, wie z.B.

$($[v1]$,$[v2]$,MODUS)$.

Dabei gibt der MODUS die Separierung der Elemente an: KOMMA, KOMMAUND, KOMMAODER, LEERZEICHEN, BINDESTRICH, LEERSTRICHLEER, UNTERSTRICH, NEWLINE. Dabei werden Zeichenketten, die leer sind, nicht mit im Karteieintragstext angezeigt. Man kann auch Texte davor und danach schreiben lassen, wenn es Ergebnisse gibt. Das geht mittels

KOMMA_BEGIN“beginntext“_ENDE “stoptext“

Man kann auch nur eins von beiden nutzen. Darüber hinaus können Briefkommandos für die Generierung von Karteitexten verwendet werden.

Hinweis: Die Art „Text zusammengesetzt nicht editierbar“ und „Text zusammengesetzt nicht editierbar neu“ unterscheiden sich bezüglich der Interpretation der Aufzählungs-Briefkommandos.

„Text zusammengesetzt nicht editierbar neu“: an der Stelle wird das
Aufzählungszeichen zwischen den definierten Variablen gesetzt. Weiter
können innerhalb einer Aufzählung Variablen, die ebenso eine Aufzählung
umfassen, verwendet werden.

Beispiel:
v1 = a
v2 = b
v3 = c,d,e
v4 = $($[v1]$,$[v2]$,$[v3]$,KOMMAUND)$
v5 = $($[v4]$,$[v3]$,KOMMAUND)$

Beispiel:

v4 = a,b und c,d,e
v5 = a,b und c,d,e

„Text zusammengesetzt nicht editierbar“: diese Art würde die konfigurierte Aufzählung für das benannte Beispiel wie folgt interpretieren:

Ergebnis:
v4 = a,b,c,d und e
v5 = $[v4]$, c,d und e

Auf diese Weise können komplexere Custom-Karteieintragstexte vorkonfiguriert werden. So muss der Nutzer im Praxisbetrieb keine umfangreichen Berichte tippen. Stattdessen wird der Text durch die Vorkonfiguration und der patientenspezifischen Eingabe, wie z.B. durch Anklicken von Kontrollkästchen erstellt.

Das folgende Beispiel zeigt einen Custom-Karteieintrag zur Erfassung der Standardanamnese.

Im Feld „Text zusammengesetzt nicht editierbar“ sind folgende Konfigurationen gespeichert:

Zeile 6:
$($[az1]$,$[az2]$,$[az3]$,$[az4]$,KOMMAUND_BEGIN“Der Patient stellt sich in einem „_ENDE“en Allgemeinzustand“)$
Zeile 8:
$($[ez1]$,LEERZEICHEN_BEGIN“ und in einem „_ENDE“en Ernährungszustand vor.“)$
Zeile 10:
$($[hz1]$,KOMMAUND_BEGIN“Der Hautzustand kann als „_ENDE“ beschrieben werden.“)$

Wird der Custom-Karteieintrag in der Kartei aufgerufen und die Kontrollkästchen aktiviert oder ein Eintrag ausgewählt, wird automatisch der patientenspezifische Text generiert, siehe Abbildung.

Zum Testen der Konfiguration der Vorauswahl, wählen Sie einen Testpatienten über das „Patientensuche“-Feld aus und drücken Sie die Schaltfläche „Neumalen mit Vorbefüllung“ und prüfen das Ergebnis direkt in der Anzeige des Karteieintrages auf der rechten Seite des Verwaltungsfensters, siehe Abbildung. Sie können auch direkt auf der rechten Seite im Konfigurationsfenster Werte eintragen und sich daraus einen Karteieintrag generieren lassen.

Variablennamen sind zudem Ausgangspunkt der Berechnung des Scores. Die Kontrollkästchen, Text- und Zahlenfelder dienen als Konfigurationsgrundlage. Deshalb ist es notwendig ein Variablennamen für diese Felder zu definieren (z.B. v1, v2, v3). Im Scorefeld selbst wird die Formel für die Berechnung gespeichert, dabei sind alle gängigen Rechenoperationen sowie die Verwendung von IF-Kommandos möglich. Hier ein paar Syntax-Beispiele:

Einfache Addition und Subtraktion der Felder – gleiche Wertigkeit:

$[v1]$+$[v2]$-$[v3]$-$[v4]$

Addition, Subtraktion sowie Multiplikation der Felder – unterschiedliche Wertigkeit:

($[v1]$+2*$[v2]$)/($[v3]$*$[v4]$)*1.35

Verwendung vom IF-Kommandos:

  • FUNCTION('$[v1]$', 'ifEqualTo:yes:no:', '$[v2]$', '10.0', '0')
  • FUNCTION('5.3', 'ifGreaterAs:yes:no:', '7.4', '$[v4]$', '0')
  • FUNCTION('1.0', 'ifSmallerAs:yes:no:', '1.6', '9999.0', '0')

Hinweis: Beim Vergleich von „EqualTo“ Eingaben können Zahlen und Zeichenketten verglichen werden. Während bei der Relation „GreaterAs“ oder „SmallerAS“ nur Zahlen verglichen werden können.

Durch das Anklicken von Kontrollkästchen wird automatisch der Score berechnet. Die Kontrollkästchen geben entweder 0 (nicht angehakt) oder 1 (angehakt) als Wert zurück. Bei der Verwendung des IF-Komandos für die Score Berechnung, wird der Eingabewert in dem Text- oder Zahlenfeld ausgewertet. Folgende Abbildungen zeigen zum näheren Verständnis die Konfiguration sowie die den Karteieintrags-Popover des Wells-Score.

Der Feldtyp „Datum bei Änderung neu berechnet“ ermöglicht zum einen Berechnungen auf Grundlage eines Datums. So kann zu einem Datum eine bestimmt Tagesanzahl in Sekunden dazu addiert bzw. subtrahiert werden. Wie im folgenden Bild veranschaulicht wird. Wird das Bezugsdatum, wie der OP-Termin nachträglich im Karteieintrag geändert, werden auch die Datumsfelder  (Datum bei Änderung neu berechnet) entsprechend aktualisiert.

Konfiguration des Karteitextes

Bei Aktivierung der Checkbox in der Spalte „In Karteitext anzeigen“ wird mit Speichern des Eintrags in der Kartei automatisch für die erfassten Eintragsarten der Anzeigename und dazugehörig eingetragene Werte angezeigt. Möchte der Nutzer den Text in der Kartei gerne anders gestalten, muss die gewünschte Syntax im Feld „Karteitext“ definiert werden. Das Bezugsfeld für die Konfiguration ist der Variablenname. Beachten Sie dabei, dass der Variablenname nicht für alle Eintragsarten, wie z.B. Blutdruck editiert werden kann. Der Variablenname ist ein mächtiges Werkzeug, welches Sie mit Bedacht vergeben und am besten nicht mehr ändern sollten. Beispielsweise wird er genutzt, um damit jederzeit den „Anzeige in Kartei“- Hacken ändern zu können und der Karteitext dem–entsprechend aktualisiert wird. Sollte beim Anzeigen des Karteieintrages der ehemalige Variablenname nicht gefunden werden, so wird der damalige gesetzte Wert für den Haken genutzt.

Zum Testen des selbstkonfigurierten Karteitextes, wählen Sie einen Testpatienten über das „Patientensuche“- Feld aus und drücken Sie die Schaltfläche „Karteieintragstext generieren“ und prüfen Sie im Feld „zu erwartender Karteieintragstext“ das Ergebnis.

Mit Aktivieren der Checkbox „autogenieren“ wird die Syntax, die im Feld „Karteitext“ gespeichert wurde, ignoriert und die Standardsyntax wird verwendet.

Konfiguration der Positionierung der Eintragsart im Popover

Der Anzeigename wird standardmäßig links in der Zeile des jeweiligen Eintrags im Kartei-Popover angezeigt. Je nach Eintragsart ist die Konfiguration der Position, der Textausrichtung und/oder die Zeilenlänge im Karteieintrag möglich.

Die Position der Eintragsart im Karteieintrag erfolgt auf Basis der Spaltenanzahl. Über die Festlegung der Spaltenanzahl, z.B. 12, teilt der Nutzer den Karteieintrag in 12 virtuelle Abschnitte.

Für jede Eintragsart kann nun in den Spalten „Breite Anzeigenamen“ und „Breite Werte“ ausgewählt werden, über wie viele Spalten bzw. virtuelle Abschnitte der Inhalt platziert wird. Bei einer Gesamtbreite von 12 Spalten kann der Anzeigename z.B. 10 Spalten umfassen und der dazu gehörige Wert 2 Spalten. Wird bei dem Wert die maximale Summe der Spalten überschritten, wird automatisch die Spaltenanzahl vom Anzeigename angepasst. Anders herum ist es auch möglich mehrere Eintragsarten auf eine Zeile zu setzen, in dem die Summe von 12 Spalten auf 2 Eintragsarten aufgeteilt wird. Geben Sie dazu beispielsweise für die Eintragsart 1 mit dem Anzeigename „Hallo“ eine Breite von 2 und für den Wert eine Breite von 4 und für den Anzeigename „Tschüss“ eine Breite von 2 und für den Wert eine Breite von 4, siehe Abbildung. Damit Sie die Konfiguration Ihres Custom-Karteieintrags immer im Blick haben, aktivieren Sie die Checkbox „Autom. Neumalen“. Mit dieser Einstellung sehen Sie sofort auf der rechten Seite des Verwaltungsfenster das Ergebnis Ihrer Konfiguration.

Standardmäßig wird für Eintragsarten die Breite auf „automatisch“ gesetzt. Automatisch bedeutet an der Stelle, dass Verhältnis von 1:4, d.h. 1/4 der Fläche wird für den Anzeigenamen und 3/4 für den Wert genutzt. Je nach Inhalt, kann die Breite wie beschrieben angepasst werden.

Die Anzahl der Zeilen sowie die Textausrichtung (rechts, links oder zentriert) sind für Textfelder und teilweise Zahlenfelder der Eintragsarten einstellbar. Der Inhalt des Custom-Karteintragstyps wird mit der Art „Trennlinie“ ergänzend strukturiert.

Facharztspezifische Karteieinträge

Augenärzte: Refraktion und Tensio (neu mit Pachymetriewerten)

Karteieintrag mit Standardmedientyp: Refraktion

tomedo® kann von bestimmten Geräten, über die serielle Schnittstelle, Daten empfangen oder Daten senden. Bedeutet das der Karteieintrag Ref mit Werten befüllt wird aus dem Messgerät oder Daten (zum Beispiel des letzten Eintrags) an ein Gerät überträgt.

Karteieintrag mit Standardmedientyp: Augendruck

Analog zur Refraktion können Pachymeterdaten aus Multigeräten jetzt über die serielle Geräteschnittstelle in den Karteieintrag Tensio übernommen werden und/oder Freitext eingetragen werden. Die Messmodi können ebenfalls konfiguriert werden.

bitte lesen Sie auch Serielle Geräteverwaltung