Medikamentenverordnung

Letzte Anpassung: 26. October 2022

Allgemeines

Das Modul „Arzneimittelverordnung“ soll

  • nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse Hinweise zu Indikation und therapeutischem Nutzen geben und
  • eine Unterstützung bei der wirtschaftlichen Verordnung von Medikamenten liefern, d.h. Ärzte sollen in die Lage versetzt werden, die durch das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung und durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz im § 73 Abs. 8 SGB V festgeschriebenen gesetzlichen Regelungen zu erfüllen.

In das Modul „Arzneimittelverordnung“ kann man auf verschiedene Weisen gelangen:

  • durch Betätigen des Buttons „Mediks“ oder
  • durch Drücken eines Rezept-Buttons (rot, grün, blau, BTM):
    • in der Symbolleiste des Tagesliste-Fensters oder
    • in der Symbolleiste der Kartei.

Falls diese Buttons bei Ihnen nicht sichtbar sind, können sie durch Konfiguration der Symbolleiste erzeugt werden. Die Buttons sind nur aktiv, falls ein Patient ausgewählt ist, da die Medikamentenanzeige patientenspezifisch erfolgt.

Hauptfenster

Der Hauptbildschirm des Moduls „Arzneimittelverordnung“ gliedert sich in drei Bereiche. Den ersten Bereich stellt der Suchteil im oberen Bereich des Fensters dar.

Den zweiten Bereich bildet die Box „Medikamentendetails“, welche Informationen zum im Suchteil ausgewählten Medikament enthält. Dort können Sie über das Zahnrädchen auch eine praxisweite Warnmeldung für einzelne Medikamente anlegen.

Im unteren Bereich befindet sich der Verordnungsbereich – eine Übersicht der Medikamente, welche auf das zu erzeugende Rezept gedruckt werden sollen.

Medikamentensuche

Im oberen Teil des Hauptbildschirms befindet sich der Suchteil. Es kann in verschiedenen Listen nach einem Medikament gesucht werden:

  • Medikamente: eine vollständige Liste aller ABDA-Medikamente cmd + 1
  • Hilfsmittel: eine Liste aller Präparate des GKV-Hilfsmittelkatalogs cmd + 2
  • DiGA: digitale Gesundheitsanwendungen cmd + 8
  • Bisher: die bisher für den Patienten verordneten Medikamente cmd + 3
  • Plan: Medikamentenplan/Dauermedikation. Enthält alle Medikamente des Patienten (z.B. auch nicht vom Arzt selber verordnete) cmd + 4
  • Haus: die Medikamente der Hausapotheke – eine Art Favoritenliste. cmd + 5
  • IWW: (auch IMM oder BAR): in bestimmten KV-Bereichen oder für bestimmte gevko-Selektivverträge wird hier eine indikationsbaumbasierte Präparateauswahl angeboten

Die entsprechende Liste kann über den Reiter am oberen Rand des Suchteils ausgewählt werden. Soll beim Aufruf der Medikamentensuche immer eine bestimmte Liste (z.B. Hausapotheke) ausgewählt sein, kann dies unter tomedo → Einstellungen → Praxis → Mediks eingestellt werden. Dort wird noch unterschieden, ob die Medikamentensuche über einen Klick auf einen der Rezept-Buttons (rot/grün/blau) oder per Klick auf den Medik.-Button aufgerufen wurde.

Die Suche nach einem Medikament erfolgt über die Filterzeile der jeweiligen Liste.

Durch Eingabe eines Suchkriteriums in der Filterzeile aktualisiert sich die Medikamentenliste automatisch. In bestimmten Spalten (ohne Kreis) der Filterzeile kann nicht gefiltert werden (z.B. Apothekenverkaufspreis AVP). Im folgenden Beispiel wurde in der Liste „Medik“ nach dem Medikament mit dem Namen Diclofenac gesucht. Der aktuelle Filter kann per Button „Filter löschen“ auf den Ursprungszustand zurückgesetzt werden.

In der linken unteren Ecke des Suchfensters kann man erkennen, dass insgesamt 116 Medikamente mit dem Namen „Diclofenac“ gefunden wurden. (Anm.: Es werden maximal 1000 Treffer in der Liste angezeigt.). Man kann auch erkennen, dass 50 Treffer wegen aktiver Filter nicht angezeigt werden.

Verschiedene Medikamente werden bei der Suche standardmäßig nicht beachtet. So werden beispielsweise Medikamente, die nicht mehr im Vertrieb sind, standardmäßig nicht angezeigt. Sie können solche Medikamente trotzdem anzeigen, indem Sie auf den Button „x aktive Filter“ klicken und die gewünschten Filter deaktivieren.

Die obige Filtereinstellung bezieht sich immer nur auf das aktuell geöffnete Fenster. Wenn Sie das Fenster erneut öffnen, ist beispielsweise die Einstellung außer Vertrieb wieder aktiviert. Ausnahmen bilden hier die Einstellung Reimport (wird sich rechnerspezifisch gemerkt) und Nicht-Rabattprodukte (initialer Wert nach Fensteröffnen kann unter „Einstellungen → Praxis → Mediks → Bei Suche […] nur Rabattprodukte anzeigen“ festgelegt werden).

Hinweis: Medikamente, die länger als 1 Jahr nicht verordnungsfähig waren, werden überhaupt nicht angezeigt. Grund dafür ist, dass die IFA GmbH als Verfasser der Medikamentenrohdaten solche Medikamente zu bestimmten Stichtagen aus dem Datenbestand löscht.

Konfiguration der Suchliste

Die Suchliste kann an die Anforderungen der Praxis angepasst werden. So ist es für jede Liste separat möglich, bestimmte Spalten ein- und auszublenden, die Reihenfolge der Spalten zu verändern und die Sortierreihenfolge der angezeigten Medikamente festzulegen.

Um die Sortierung der Tabelleneinträge zu ändern, genügt es, auf die entsprechende Titelzeile der Tabelle zu klicken. Durch nochmaliges Klicken wird die Sortierreihenfolge umgekehrt. Sollten Sie mit der aktuellen Sortierung unzufrieden sein, kann die Standardsortierung (meistens entweder nach Name oder nach einer Kombination aus ATC-Klassifikation, Darreichungsform, Wirkstärke, N-Kennzeichnung und Apothekenverkaufspreis) über den Button „Standardsortierung“ wiederhergestellt werden.

Um die Reihenfolge der Tabellenspalten zu ändern, halten Sie bitte die Maustaste in der zu verschiebenden Titelzeile gedrückt und bewegen Sie die Maus an die neue Position.

Um Spalten ein- oder auszublenden, drücken Sie bitte in der Titelzeile der Tabelle die rechte Maustaste. Es erscheint ein Auswahlmenü, in dem Sie die anzuzeigenden Spalten bestimmen können. Die Möglichkeiten zur Auswahl unterscheiden sich dabei geringfügig für die drei Listenarten „alle“, „bisher“, „Plan“ und „Haus“. Folgende Spalten sind in den einzelnen Listen auswählbar:

Name Bedeutung Medik Hilfs. DiGA Bisher/Plan Haus

Name

der Name des Medikaments/Hilfsmittels

x

x

x

x

x

Produktart

Produktart des Hilfsmittels

x

x

Anzahl

die Anzahl der verordneten Packungen

x

Menge

die Anzahl der in der Packung enthalten Einheiten, z.B. 20

x

x

x

Einheit

die zur Menge gehörige Einheit, z.B. St. oder ml

x

x

x

PZN/Code

Pharmazentralnummer/HilfsmittelCode

x

x

x

x

x

Darreichung

Kurzform der Darreichungsform, z.B. Tabl.

x

x

x

Darreichungsgruppe

nur für administrative Zwecke (berücksichtigt äquivalente Darreichungsformen)

x

Wirkstoffe

Bezeichnung der enthaltenen Wirkstoffe

x

x

x

Wirkstärke

Menge des (Haupt-)Wirkstoffs des Medikaments

x

x

x

N-Kennzeichnung

Packungsgrößennorm; N1, N2 oder N3

x

x

Hersteller

im Sinne von Inverkehrbringer

x

x

x

x

x

Gruppe

nur für administrative Zwecke (Aut-Idem Gruppierung)

x

x

x

Gruppe2

nur für administrative Zwecke (alternative Aut-Idem Gruppierung)

x

ATC-Code

Code laut anatomisch-therapeutisch-chemischem Klassifikationssystem

x

x

x

ATC-Bezeichnung

Bezeichnung laut anatomisch-therapeutischchemischem Klassifikationssystem

x

x

x

Reimport

Gibt an, ob es sich um einen Reimport handelt.

x

x

x

Priscus

Wirkstoff des Medikamentes in PRISCUS-Liste?

x

x

x

Rezeptpflicht

gibt an, ob das Produkt rezeptpflichtig ist

x

x

x

Indikationen

Eine Liste von Indikationen, für die das Medikament eine geeignete Therapie darstellt

x

x

x

AVP

Apothekenverkaufspreis

x

x

x

Zuzahlung

Die vom Patienten zu leistende Zuzahlung (inklusive Mehrkosten). Ist das Produkt zuzahlungsfrei gemäß §31 SGB V wird der Preis 0,00 € grün dargestellt. Somit kann man ein generell zuzahlungsfreies Produkt von einem per Rabattvertrag befreitem Produkt bei der Zusammenstellung der Hausapotheke leicht unterscheiden. Diese Spalte berücksichtigt nicht, dass bei Verordnung eines Nicht-Rabattprodukts und Vorhandensein eines äquivalenten Rabattprodukts der Patient die Kosten zunächst komplett selber trägt und später einen Teil der Kosten von der Kasse erstattet bekommt.

x

x

x

Rabattprodukt

Hat die Kasse des Patienten für das Medikament einen Rabattvertrag geschlossen?

x

x

x

ARV

Ist das Präparat von regionalen Arzneimitteln betroffen. Ist abhängig von der Fachgruppe des verordnenden Arztes.

x

x

x

Festbetrag

Der Festbetrag des Präparates

x

x

x

Erstattung

Ist das Präparat (bedingt) erstattungsfähig?

x

x

x

Ident

nur für administrative Zwecke

x

x

x

Datum

nur für Verordnungen: Datum der Verordnung

x

Aut Idem

nur für Verordnungen: bei Verordnung war „Aut-idem“ gekreuzt

x

Dosierung

nur für Verordnungen: Dosierungsempfehlung

x

Reicht bis

nur für Verordnungen: Medik. reicht bis …

x

Eigenrezeptur

nur in Hausapotheke: handelt es sich bei dem Eintrag um eine Eigenrezeptur?

x

Grund (BMP)

Nicht editierbar. Beinhaltet das „Grund“-Feld eines eventuell vorhandenen Bundeseinheitlichen Medikationsplans für den Patienten.

Nur Plan

Hinweis für Patient

Nicht editierbar. Beinhaltet das „Hinweis“-Feld eines eventuell vorhandenen Bundeseinheitlichen Medikationsplans für den Patienten.

Nur Plan

Dauermedikation

nur für Verordnungen: Dauermedikation

x

Info

nur in Hausapotheke: dieses Feld kann frei editiert werden und dient der besseren Filtermöglichkeit. Arztspezifische Favoritenlisten können so leicht per Filterung erzeugt werden.

x

Arzt

der Arzt, für den die Verordnung vorgenommen wurde

Hilfsmittel

wurde das Präparat als Hilfsmittel verordnet (Feld 7 auf rotem Rezept)

x

Untergruppe

Diese Spalten dienen zur Gruppierung und Suche in Hilfsmitteln. Sie bilden – zusammen mit Name und Produktart – das Klassifikationsschema des GKV-Hilfsmittelkataloges ab.

x

x

Ort

x

x

Gruppe

x

x

Thesaurus

x

x

!

In dieser Spalte können Medikamente farblich hervorgehoben werden

x

x

Anlage einer Eigenrezeptur

Durch Anlage von Eigenrezepturen besteht die Möglichkeit, die Hausapotheke um eigene Rezepturen zu ergänzen. Um eine Eigenrezeptur anzulegen, müssen Sie die Liste „Haus“ auswählen und dort den Button „+Eigenrezeptur“ betätigen. Es erscheint ein Fenster, in dem Sie die Eigenrezeptur erfassen können:

Tipp: Hier können Sie außerdem festlegen, ob es sich um ein Hilfsmittel handelt (Feld „7“ auf rotem Rezept wird automatisch gefüllt) bzw. den bevorzugten Rezepttyp festlegen, auf den das Medikament bei nicht vorhandener Rezepttyp-Präferenzen verordnet werden soll (siehe auch Verordnungsteil).

Es gibt außerdem die Möglichkeit, die Hausapotheke oder Teile davon als Datei zu exportieren bzw. aus einer solchen Exportdatei zu importieren, was für den Austausch von Eigenrezepturen zwischen verschiedenen Praxen gedacht ist. Es wird dabei nicht extra nach Dateinamen gefragt, sondern immer die Datei /Desktop/hausapotheke.plist verwendet.

Auswahl eines Medikaments

Die Auswahl eines Medikaments geschieht durch Links- Klick auf einen Tabelleneintrag in einer der Listen „Medikamente“, „Hilfsmittel“, „DiGA“, „bisher“, „Plan“ oder „Haus“. Als Reaktion auf die Auswahl werden im mittleren Teil ‚Medikamenteninformationen‘ des Hauptbildschirms die verfügbaren Details für das Medikament angezeigt. Durch gleichzeitiges Klicken und Betätigung der ⌘-Taste(cmd) oder ⇧-Taste(Shift) lassen sich (in den Listen „bisher“, „Plan“ und „Haus“) auch mehrere Einträge markieren. Falls mehrere Medikamente ausgewählt sind, können keine Medikamenteninformationen angezeigt werden bzw. keine Verordnung vorgenommen werden.

Bei vorhandener Auswahl bieten sich je nach Liste verschiedene zusätzliche Optionen:

  • –markierte: die markierten Einträge aus der Liste löschen
  • +MedPlan: die markierten Einträge in die Liste „Plan“ übernehmen
  • +Haus: die markierten Einträge in die Liste „Haus“ übernehmen
  • +Eigenrezeptur: Hinzufügen einer Eigenrezeptur in die Liste „Haus“
  • Eigenrezeptur ändern: eine bestehende Eigenrezeptur in der Liste „Haus“ ändern
  • Info ändern: Ändern der Freitextinformationen eines Medikamentes. Dies ist auch per direktem Editieren der Spalte „Info“ in der Tabelle „Haus“ möglich. Die Spalte „Info“ kann dazu benutzt werden, per Filterung nutzer- oder bereichsspezifische Unterlisten aus der Hausliste herauszufiltern.
  • Drucken: Druckt einen Medikamentenplan. Wenn mehrere Medikamente ausgewählte sind, wird nur die Auswahl gedruckt, ansonsten die komplette Liste.

In der Liste „Plan“ öffnet sich bei Auswahl eines einzelnen Eintrages ein Unterfenster, in welchem für einen Medikamentenplan relevante Informationen erfasst werden können.

Medikamenteninformationen

Nach der Auswahl eines Medikaments finden sich in der unteren Hälfte des Hauptbildschirms detaillierte Informationen zum ausgewählten Medikament – die sogenannten Medikamentendetails.

Die Medikamentendetails gliedern sich in folgende Bereiche:

  1. Hinweisliste
  2. Preisinformationen
  3. Sonstige Informationen

Hinweisliste

Im linken Bereich befindet sich die medizinische Hinweisliste. Diese enthält neben den Standardangaben zur Zusammensetzung, Indikationen, Dosierung etc. auch Hinweise des GBA sowie Hinweise aus regionalen Arzneimittelvereinbarungen (d.h. KV-spezifische Hinweise). Um auf das Vorhandensein von Nicht-Standardelementen hinzuweisen, werden diese rot dargestellt. Für nähere Informationen zu den Elementen der Hinweisliste siehe auch Elemente der Hinweisliste.

apothekenpflichtiges Präparat
verschreibungspflichtig
Betäubungsmittel. Betäubungsmittel dürfen nur auf speziellen Rezepten, sogenannten BTM-Rezepten, verordnet werden.
teratogenes Arzneimittel. Teratogene Arzneimittel dürfen nur auf speziellen Rezepten, sogenannten T-Rezepten verordnet werden.
Dokumentationspflicht nach Transfusionsgesetz.
Lifestyle-Präparat. In der Regel nicht erstattungsfähig
Over-The-Counter-Präparat. In der Regel nicht erstattungsfähig.
Kennzeichnung, falls es sich um ein verordnungsfähiges Medizinprodukt nach §31 Abs. 1 Nr. 2 SGB V handelt.
Kennzeichnung, falls es sich um ein verordnungsfähiges Verbandmittel nach §31 Abs. 1a SGB V handelt.
Präparat ist außer Vertrieb oder nicht verkehrsfähig.

Der mittlere Bereich ist in 2 Teile gegliedert. Die oberen drei Zeilen setzen sich aus Informationen zusammen, welche auch in der Tabelle verfügbar sind, wie z.B. der Name oder die Darreichungsform (letztere im Gegensatz zur Tabellendarstellung allerdings in der ausgeschriebenen Form). Der restliche Platz wird dazu genutzt, den in der Hinweisliste ausgewählten Eintrag zu visualisieren. Im Beispiel findet sich dort folglich eine Dosierungsempfehlung.

Des Weiteren befindet sich im mittleren Bereich der „Verordnen“-Button, mit welchem Medikamente in den Verordnungsbereich übernommen werden können.

Falls Sie aus dem Reiter „Hilfsmittel“ verordnen, erscheint im mittleren Bereich automatisch eine Übersicht aller Hilfsmittel der selben Produktart. Bei Doppelklick in der oberen Auswahltabelle oder einer Verordnung per „Produktart verordnen“ wird automatisch der Text der Produktart auf das Rezept übernommen. Möchten Sie hingegen ein ganz spezifisches Produkt verordnen, müssen Sie dieses in der Tabelle „Gleichartige Produkte“ explizit auswählen.

Preisinformationen

Der rechte obere Bereich der Medikamentendetails wird dazu genutzt, verschiedene Preisinformationen zu dem Medikament anzuzeigen. In der ersten Zeile befindet sich der Apothekenpreis. Dieser ist im Beispiel grün dargestellt, da der Preis unter dem Festbetrag liegt. Ein roter Preis deutet auf einen Preis über Festbetrag hin. In der zweiten Zeile finden Sie Informationen über die Erstattungsfähigkeit des Medikaments. In der dritten Zeile befindet sich – sofern vorhanden – der Festbetrag des Medikaments. Dieses gibt den maximal erstattungsfähigen Betrag für dieses bzw. äquivalente Medikamente an. Für ein erstattungsfähiges Produkt, das über dem Festbetrag liegt, muss der Differenzbetrag durch den Patienten getragen werden. Diese Differenz ergibt zusammen mit der regulären Zuzahlung die Gesamtzuzahlung.

Der Button neben dem Preis kann ein grünes oder rotes Symbol enthalten, welches auf eine Preissteigerung respektive Preisverringerung im Vergleich zum letzten Medikamentenupdate hinweist. Durch Betätigen des Buttons rechts neben dem Preis bekommen detaillierte Informationen zu der Preisveränderung.

In der Regel sind für Medikamente über Festbetrag wirkstoffgleiche Austauschprodukte vorhanden. Ist dies der Fall, ist der Button „preiswertere Medikamente“ aktiviert. Durch Betätigen des Buttons gelangt man zu einer Liste von Verordnungsalternativen. Ist bereits das preiswerteste Medikament ausgewählt, besteht an selber Stelle die Möglichkeit, sich die teureren oder gleich teuren Austauschprodukte anzeigen zu lassen. Der Button „preiswertere Medikamente“ ist dann durch einen Button „äquivalente Medikamente“ ersetzt.

Sofern das Medikament kein Rabattprodukt ist (d.h. die Kasse des Patienten hat mit dem Hersteller keinen Rabattvertrag ausgehandelt), besteht die Möglichkeit, dass wirkstoffgleiche Rabattprodukte existieren. In diesem Fall ist der Button „wirkstoffgleiche Rabattprodukte“ aktiviert, bei dessen Betätigung eine Liste der vorgeschlagenen Austauschprodukte angezeigt wird. Verordnet der Arzt ein Nicht-Rabattprodukt, zu dem wirkstoffgleiche Rabattprodukte existieren, muss der Patient die Kosten für das Medikament zunächst selbst tragen, bekommt u.U. aber von seiner Kasse einen Teil der Kosten nachträglich erstattet.

Hat die Kasse des Patienten für das ausgewählte Medikament einen Rabattvertrag abgeschlossen, so erscheint in der letzten Zeile der Preisinformationen der Hinweis „Medikament ist Rabattprodukt“. Außerdem kann man durch betätigen des zugehörigen „i“-Buttons nähere Informationen zum Rabattvertrag abrufen.

Sonstige Informationen

Neben den Preisinformationen befinden sich detaillierte Informationen zum ausgewählten Präparat. Für nähere Informationen siehe die dortigen Tooltips. Statt ja  oder nein  können manche Felder auch den Wert  enthalten. Dieser bedeutet, dass für das Produkt vom Hersteller keine Angabe gemacht wurde.

Verordnungsteil

In diesem Bereich werden alle Präparate dargestellt, die auf dem (den) zu druckenden Rezept(en) erscheinen sollen. Durch Doppelklick eines Präparates in der Suchliste bzw. mittels des „Verordnen“-Buttons (Shortcut: Enter) in den „Medikamentendetails“ lassen sich Medikamente in die Verordnungstabelle übernehmen.

Es können Präparate für verschiedene Rezepttypen gleichzeitig ausgewählt werden. In der Spalte „Typ“ wird angezeigt auf welchen Rezepttyp das Präparat gedruckt werden soll (in obigen Beispiel ein rotes Rezept). Durch Klicken auf das Rezeptsymbol lässt sich der Rezepttyp einfach ändern.

Tipp: Durch Betätigen des Medik.-Buttons im Hauptfenster oder Kartei wird keine Rezepttyp-Präferenz vorgegeben. tomedo® versucht automatisch, den besten Rezepttyp zu bestimmen. Wird die Medikamentenverordnung mittels eines der Rezept-Symbolleisten-Buttons (rot, grün, blau, BTM, T-Rezept, Sprechstundenbedarf) geöffnet, wird bevorzugt versucht, das ausgewählte Präparat auf diesen Rezepttyp zu drucken. Bei Auswahl eines Medikamentes auf der Liste „bisher“ wird bevorzugt der Rezepttyp gewählt, auf den das ausgewählte Medikament auch damals gedruckt wurde.

Die MP-Spalte gibt an, ob das Medikament in den Medikamentenplan übernommen werden soll. Die DM-Spalte markiert Dauermedikationen. Derlei markierte Verordnungen werden im Fenster „bisher“ als „Dauermedikation“ angezeigt. Mit Hilfe des „–“-Buttons lässt sich eine Zeile wieder aus der Verordnungstabelle löschen. Die anderen Spalten dienen:

  • zur Erfassung von Dosierungsangaben, welche in der bisherigen Medikation des Patienten angezeigt werden.
  • der Erfassung einer Diagnose, welche mit auf das Rezept gedruckt wird.
  • im Falle einer Heilmittelverordnung dient die Spalte „Reicht bis/Dauer“ der Erfassung einer vorgegebenen Dauer.

Fußzeile

  • Im unteren Bereich des Medikationsfensters befinden sich
  • das Datum der verwendeten Medikamentendaten (=Version). Die Angabe zu den ARV-Daten erscheint nur, wenn ihre KV regionale Arzneimittelvereinbarungen definiert hat.
  • eine Auswahlliste zur Anzeige des verordnenden Arztes. Die lebenslange Arztnummer (LANR) des ausgewählten Arztes erscheint im Kopfteil des zu druckenden Rezeptes. Der verordnende Arzt ist insofern auch für die Verordnung relevant, als dass die regionalen Arzneimittelvereinbarungen (siehe auch Elemente der Hinweisliste) fachgruppenspezifisch angezeigt werden.
  • Der verordnende Arzt lässt sich auch im Rezept selber ändern. 
  • Der „Abbrechen“-Button zum Schließen des Fensters.
  • Der „Vorschau“-Button. Dieser erstellt aus den Präparaten des Verordnungsteiles die entsprechenden Rezeptformulare und zeigt diese zur Bearbeitung an. (Shortcut: cmd-alt-V)
  • Der „Drucken“-Button. Dieser erstellt aus den Präparaten des Verordnungsteiles die entsprechenden Rezeptformulare, druckt diese sofort aus und schließt das Medikamentenverordnungsfenster. (Shortcut: Cmd + p , ⌤ + ↩ oder Fn + ↩)
  • Ist noch kein Medikament ausgewählt, sind die Buttons „Vorschau“ und „Drucken“ nicht sichtbar. Stattdessen haben Sie die Möglichkeit, ein leeres (rotes, grünes oder blaues) Rezept zu erzeugen.
    Achtung: Direkt eingegebene Einträge werden nicht unter bisherigen Medikamenten und auch nicht im Medikamentenplan erfasst.
  • Tipp: Buttons zur Erzeugung der leeren Rezepte finden Sie auch in den Symbolleisten der Tagesliste und der Kartei.

Auswahl von Verordnungsalternativen

An verschiedenen Stellen des Hauptbildschirms bietet sich die Möglichkeit, Verordnungsalternativen zu dem ausgewählten Medikament anzuzeigen. Dies geschieht entweder in den Preisinformationen über einen der Buttons „preiswertere Medikamente“, „äquivalente Medikamente“ oder „wirkstoffgleiche Rabattprodukte“ (s. auch Preisinformationen) oder über den entsprechenden Button im Hinweislistenpunkt „Regionale Arzneimittelvereinbarungen (ARV)“ (s. auch Elemente der Hinweisliste). Betätigt man einen dieser Buttons, öffnet sich ein neues Fenster, in dem alle jeweiligen Substitutionsvorschläge angezeigt werden. Dieses neu geöffnete Fenster hat alle Eigenschaften des normalen Medikamentenhauptfensters, mit folgenden Einschränkungen:

  • Die Farbe des Fensters unterscheidet sich vom normalen Hauptbildschirm, um auf den ersten Blick deutlich zu machen, dass man sich in einer Substitutionsliste befindet. Um was für eine Substitutionsliste es sich handelt, kann man anhand des Titels des Fensters erkennen.
  • Es enthält lediglich die Auswahlliste „Subst.“. Die Listen wie „Mediks“ oder „bisher“ fehlen.
  • Eine Filterung in der Liste „Subst.“ bezieht sich nur auf die zur Substitution vorgeschlagenen Präparate.

Anzeige der Arzneimittelrichtlinie des GBA

Über den Menüpunkt Medikamente des Hauptmenüs (welcher nur sichtbar ist, wenn der Medikamentenhauptbildschirm das aktive Fenster ist) lassen sich die Arzneimittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) einsehen.

Man kann entweder die Homepage des GBA öffnen, indem man den Punkt „zur Homepage AMR…“ auswählt, oder sich die Arzneimittelrichtlinien als PDF anzeigen lassen. Letzteres erreicht man über den Punkt „Arzneimittelrichtlinie (AMR) des GBA“. Außerdem stehen unter dem Unterpunkt „Anlagen“ sämtliche Anlagen zur Arzneimittelrichtlinie zur Verfügung.

Elemente der Hinweisliste

Folgende Einträge sind standardmäßig (sofern die Datengrundlage existiert) in der Liste vorhanden:

  • Nur bei Hilfsmittel: Alternativen: Eine Liste von Hilfsmitteln gleicher Produktart
  • Nur bei Hilfsmittel: Gruppierung: Die Gruppierung gemäß KBV-Schema
  • Zusammensetzung: Die pharmazeutisch-chemische Zusammensetzung des Medikamentes.

Ein Wert von „+“ weist auf eine nicht bekannte Menge hin. Als Unterpunkte enthält der Eintrag „Zusammensetzung“ alle Wirkstoffe des Medikaments. Wählt man einen dieser Wirkstoffe an, erhält man alternative Bezeichnungen für diesen Wirkstoff.

  • ATC-Klassifikation: Die Einstufung gemäß Anatomisch-Therapeutisch-Chemischen Klassifikationssystem. Es werden alle Hierarchiestufen dargestellt.
  • Indikationen
  • Kontraindikationen
  • Dosierung (Dosierungsempfehlung)
  • Nebenwirkungen
  • Verordnerhinweise
  • Standardhinweissätze. Dieser Punkt enthält:
    • Allgemeine Hinweise oder Warnhinweise
    • Hinweise zu Anwendung und Dosierung
    • Hinweise zu Hilfsstoffen
    • Hinweise zur Einnahme während der Schwangerschaft
    • Hinweise zur Einnahme während der Stillzeit

Des Weiteren enthält die Hinweisliste Verordnungsvorgaben des GBA, sofern solche existieren. Diese werden rot dargestellt.

  • OTC-Ausnahmen: Anzeige nur für Personen ab 12 Jahren, da sonst irrelevant.
  • Therapiehinweise
  • Ausnahme Medizinprodukt: Dies betrifft Medizinprodukte, die zu Lasten der GKV verordnungsfähig sind. Angesprochen sind hierbei nur Medizinprodukte, die vormals als Arzneimittel in Verkehr gebracht wurden (bzw. worden wären).
  • Hinweise Anlage III der Arzneimittelrichtlinie GBA betreffend. Dies sind:
    • Bagatellerkrankung: Verordnungsausschluss verschreibungspflichtiger Arzneimittel gegen „Bagatellerkrankungen“
      (§34 (1) Satz 6 SGB V)
    • Negativliste: Verordnungsausschlüsse „Negativliste“
      (§34 (3) SGB V)
    • Verordnungsausschluss: Verordnungsausschlüsse nach AMRL (Arzneimittelrichtlinie) (§92 (1) Satz 1 Halbsatz 3 SGB V)
    • Verordnungseinschränkung: Verordnungseinschränkungen nach AMRL (§92 (1) Satz 1 Halbsatz 3 SGB V)
    • Gefährdung Kinder: Hinweise zur besonderen Gefährdung bei Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente für Kinder unter 12 und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis 18 (§92 (1) Satz 1 Halbsatz 3 SGB V). Wird nur für Personen unter 12 Jahren angezeigt.
    • Unwirtschaftlichkeit: Hinweis zur Unwirtschaftlichkeit der Verordnung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente für Kinder unter 12 und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis 18 (§92 (1) Satz 1 Halbsatz 3 SGB V). Wird nur für Personen unter 12 Jahren angezeigt.
    • Harn / Zuckerteststr.: Verordnungseinschränkung Blut und Zuckerteststreifen (§92 Satz 1 Halbsatz 3 SGB V)
    • Einschränkung Säfte: Verordnungseinschränkung Saftzubereitung. Wird nur für erwachsene Patienten angezeigt.

Im Textbereich der Medikamentendetails kann auch ein Link auf ein entsprechendes Dokument existieren. Durch klicken auf den Link öffnet sich dieses.

Außerdem werden in der Hinweisliste KV-spezifische Vereinbarungen, die sogenannten regionalen Arzneimittelvereinbarungen (ARV), aufgeführt. Die Anzeige dieser Hinweise geschieht nicht nur aufgrund des ausgewählten Medikaments und Merkmalen des Patienten, sondern ist auch abhängig vom KV-Bereich, in dem die Praxis abrechnet und der Fachgruppe des verordnenden Arztes.

Die ARV-Hinweise werden unter dem Punkt „Regionale Arzneimittelvereinbarungen (ARV)“ gruppiert. Dieser kann folgende Elemente umfassen:

  • Leitsubstanz
  • Zielpreis
  • Me-Too-Regelung
  • DDD Kostenvergl.
  • Generika
  • Biosimilar
  • Infomaßnahme
  • Qualitätssicherung
  • Studienregelung
  • Behandlungsalternative
  • Therapiehinweis
  • Höchstquote

Die Bedeutung der einzelnen Punkte wird durch den erklärenden Text im Textteil deutlich. Falls die KV Substitutionsvorschläge für das ausgewählte Medikament anbietet, sind diese über den dann sichtbaren Button „Verordnungsalternativen“ abrufbar.

Elektronisches Rezept (eRezept)

Die Zielsetzung des eRezepts ist die sukzessive Ablösung des Papierrezepts sowie die Vereinfachung der Prozesse für Ärzte, Versicherte und Apotheken. Ärzte können Arzneimittel elektronisch verordnen, Patienten sehen die Rezepte in ihrer eRezept-App oder bekommen einen Patientenausdruck, Apotheken scannen den 2d-Code und lösen die elektronischen Verordnungen ein. In der Apotheke scannen die Mitarbeiter entweder den Data-Matrix-Code aus der App oder vom Patientenausdruck und händigen nach Abgleich mit den vorhandenen Informationen auf dem eRezept-Server in der TI dem Versicherten das verordnete Medikament aus.

Dieser Prozess ist auch bei rein telemedizinischer Behandlung möglich.

Das eRezept kann ab der tomedo® Version v1.106 für rosa Rezepte (das bisherige Muster 16) ausgestellt werden. Ausgenommen davon sind derzeit noch Wirkstoffverordnungen.

Wie bereits von uns im Newsletter zum Jahreswechsel 21/22 angekündigt wurde der verpflichtende Start des eRezeptes verschoben. Sie haben jedoch die Möglichkeit, an der bundesweiten verlängerten Testphase der gematik teilzunehmen. Eine Freischaltung durch zollsoft oder die gematik ist dafür nicht notwendig. Durch eine von uns auch explizit empfohlene Teilnahme an der Testphase haben Sie die Möglichkeit, stressfrei Ihre Arbeitsabläufe zum eRezept anzupassen und zu optimieren um für die in Zukunft verpflichtende Ausstellung elektronischer Verordnungen vorbereitet zu sein. Sie sollten sich jedoch vorab informieren, ob es in Ihrer Umgebung Apotheken gibt, die die erstellten eRezepte einlösen können und ob der Patient bereits die eRezept-App nutzen kann oder ggf. einen Patientenausdruck benötigt. Weitere Fragen zu diesem Thema kann Ihnen auch gerne unser Support beantworten.

eRezept Erstellung und Versand in der Medikamentenverordnung

eRezept Erstellung

In der Medikamentenverordnung können Sie wie gewohnt Medikamente verordnen. Die Ausstellung der Rezepte kann parallel für das Papierrezept und das eRezept erfolgen. Für die Ausstellung eines eRezepts muss die Checkbox eRezept 1 aktiviert werden. Diese Checkbox kann standardmäßig über die Einstellung Praxis → Mediks → eRezept aktiviert werden. Ist die Checkbox “Pat.Ausdruck” 2 aktiviert, wird mit Ausstellung des eRezepts automatisch ein Patientenausdruck des eRezepts erstellt und gedruckt. Die Ausstellung des Patientenausdrucks ist notwendig, wenn der Patient die eRezept-App (noch) nicht nutzt. Der Patientenausdruck enthält einen 2D-Code, der dann in der Apotheke gescannt werden kann.

Hinweis: Für die Ausgabe des Patientenausdrucks kann ein Druckprofil für das Formular „eRezPat“  in den Einstellungen unter Arbeitsplatz → Druckprofile ausgewählt werden. Diese Konfiguration ist notwendig, wenn über eine Druckerschlange gedruckt wird.

Sind in der Liste der auszustellenden Verordnungen Medikamente enthalten, welche nicht als eRezept versendet werden können, werden diese nach dem alten Verfahren als Rezept-Formular ausgestellt. Über die Gründe, weshalb für das gewählte Präparat kein eRezept möglich ist, informiert der Tooltip über dem Rezept-Icon in der Verordnungstabelle. Medikamente, welche als eRezept versendet werden können, werden beim Klick auf die Schaltfläche “Ausstellen” 3 direkt versendet, die anderen Verordnungen werden wie bisher auf die entsprechenden Papierformulare gedruckt. Alternativ können eRezepte, wie auch die herkömmlichen Rezepte, über die Schaltfläche “Vorschau” 4 als Formular geöffnet werden.

In der eRezept-Vorschau haben Sie die Möglichkeit verschiedene Einstellungen übergeordnet für das gesamte Rezept 1 zu setzen:

  • Zuzahlung
  • noctu
  • BVG
  • Unfallinformation (kein Unfall oder Unfall)
  • Unfalltag
  • Betriebsstätte/ASV

Speziell für die ausgewählte Verordnung 2 können folgende Einstellungen gesetzt werden:

  • aut Idem
  • Impfstoff
  • DJ

Über die Schaltflächen vorherige und nächste 5 können Sie sich die einzelnen eRezepte zu Prüfung anzeigen lassen. Diese Schaltflächen sind deaktiviert, wenn die Vorschau nur ein eRezept umfasst.

Die Aktionen Speichern 3 und Ausstellen 4 beziehen sich auf das angezeigte eRezept. So wird über die Schaltfläche “Speichern” das einzelne eRezept in der Kartei gespeichert und über die Schaltfläche “Ausstellen” versendet. Nach dem Speichern oder Ausstellen eines einzelnen eRezepts wird dieses aus der eRezept-Vorschau entfernt.

Über die Schaltflächen “Alle speichern” 6 bzw. “Alle ausstellen” 7 werden alle eRezepte der Vorschau in der Kartei gespeichert und versendet.

Wenn alle eRezepte einzeln oder alle zusammen ausgestellt oder gespeichert wurden, wird das Vorschaufenster automatisch geschlossen.

eRezept Versand

Mit dem Ausstellen oder Speichern des eRezeptes wird ein eMED-Karteieintrag angelegt. Dieser eMED-Karteieintrag umfasst die eRezepte, welche in einem Schritt gespeichert oder ausgestellt wurden. Wird nur ein eRezept gespeichert oder ausgestellt, beinhaltet der Karteieintrag auch nur dieses eRezept. Werden mehrere eRezepte gleichzeitig gespeichert oder ausgestellt, enthält der Karteieintrag entsprechend auch mehrere eRezepte.

Beim Ausstellen von eRezepten kann bei aktivierter Einstellung eine Bemerkung sowie ein Status (Freigegeben, Hinweis, Gesperrt) für den signierenden Arzt hinterlegt werden. Die Abfrage der Bemerkung kann in den Praxis-Einstellungen → Mediks zum eRezept aktiviert werden: „Hinweis für signierenden Arzt anzeigen“. eRezepte mit Status „Gesperrt“ müssen in der Verwaltung erst entsperrt werden. Andernfalls erscheint ein Hinweis-Dialog beim Versuch, diese eRezepte zu versenden. Mit Bestätigung dieses Dialogs kann dennoch ein gesperrtes eRezept versendet werden.

In der eRezept Verwaltungstabelle wird in der  Spalte „Hinweis“ 1 der Hinweistext und links daneben der Status 2 aufgelistet. Weiter werden der Hinweis und der Status in den Verordnungsdetails 3 aufgeführt. Über die darunter liegenden Schaltflächen 4 (Freigeben, Hinweis, Gesperrt), kann der Status der Verordnung aktualisiert werden.

Hinweis: Bei Ausstellung von mehreren Verordnungen kann nur übergeordnet für alle auszustellenden Verordnungen, ein Hinweistext und Status gesetzt wird.

In der eRezept-Verwaltung haben Sie außerdem die Möglichkeit, alle aufgelisteten, noch nicht versandten eRezepte mit nur einem Klick zu versenden 5. Alternativ können Sie auch nur das aktuell ausgewählte eRezept versenden 6. Möchten Sie einen Patientenausdruck hinzufügen, müssen Sie lediglich auf die Schaltfläche „Pat.-Ausdruck“ 7 klicken. Möchten Sie generell immer Patientenausdrucke beim Versenden ausdrucken, können Sie dies über die Checkbox 8 aktivieren. Außerdem kann im Auswahlmenü daneben der Drucker, auf den der Patientenausdruck erfolgen soll, unabhängig vom hinterlegten Druckprofil wählen.

War der eRezept-Versand erfolgreich, schließt sich die Medikamentenverordnung wie gewohnt und bei aktivierter Einstellung wird der Patientenausdruck ausgedruckt. Konnten ein oder mehrere eRezepte aufgrund eines Fehlers nicht versendet werden, öffnet sich das Fenster “Übersicht Verordnungen”.

Hier werden die einzelnen eRezepte aufgelistet, welche aufgrund eines Fehlers nicht versendet werden konnten. Sie sehen direkt in der Tabelle wieder den Status 1 und den entsprechenden Fehler 2. Im Bereich 3 Details können Sie den Fehler für das ausgewählte eRezept im Detail einsehen. Nach Behebung des Fehlers haben Sie die Möglichkeit, alle eRezepte 4 oder nur das ausgewählte 5 erneut zu versenden. Wurden zum Beispiel Scheindaten des Patienten editiert, um den Fehler zu beheben, dann müssen vor dem Versand über die Schaltfläche “Zurücksetzen” 6 diese Werte zurückgesetzt werden. Bei einem allgemeinen TI- oder Modul-Fehler ist das Zurücksetzen der Daten nicht notwendig, kann aber trotzdem jederzeit problemlos gemacht werden. Wenn Sie mehrere eRezepte auswählen, können Sie auch alle ausgewählten gesammelt zurücksetzen bzw. versenden. Alternativ kann ein eRezept, welches nicht erfolgreich versendet werden konnte, nachträglich auch aus der eRezept-Verwaltung versendet werden, sehen Sie dazu den Abschnitt “eRezept-Verwaltung”.

Berechtigung für die eRezept Ausstellung

Übergeordnet ist zwischen verordnenden Arzt und verantwortlichen Arzt zu unterscheiden.

Der verantwortliche Arzt ist der abrechnende Arzt, welcher auch das eRezept signiert. Verantwortliche Ärzte (= abrechnende Ärzte) können nur Vertragsärzte (die auch als Behandler/Leistungserbringer) mit der Qualifizierung: Arzt, Zahnarzt sein. Zusätzlich muss die LANR des Arztes in der Nutzerverwaltung hinterlegt sein. Hinweis: Rechnet ein Vertragsarzt (1) mit der Qualifizierung Arzt auf einen anderen Vertragsarzt (2) ab, wird der auf dem eRezept nur der Vertragsarzt 1 im Arztstempel aufgeführt und mit dem eRezept versendet.

Der verordnende Arzt ist im Fenster Medikamentenverordnung als Verordner auszuwählen. Achtung: In diesem Auswahlmenü sind Vertragsärzte sowie „nur“ Behandler/Leistungserbringer, für welche die LANR in der Nutzerverwaltung hinterlegt ist oder Sie unter dem Reiter „Leistungserbringer“ die Checkbox „als Formulararzt auswählbar“ aktiviert haben, auswählbar. Nutzer, die „nur“ Behandler/Leistungserbringer sind und die Qualifizierung Arzt in Weiterbildung oder Vertretungsarzt in der Nutzerverwaltung hinterlegt haben, werden auf dem eRezept im Arztstempel neben dem verantwortlichen Arzt aufgeführt und mit versendet. Ist für den Arzt in Weiterbildung bereits seine LANR hinterlegt, wird diese sowie die zugeordnete Betriebsstätte des Weiterbildungsarztes im KBV-Header des eRezept aufgeführt. Wenn keine LANR für den verordnenden Arzt hinterlegt ist, wird die LANR vom abrechnenden Arzt im KBV-Header verwendet.

Achtung: Damit der Arzt in Weiterbildung das eRezept signieren kann, muss in der Nutzerverwaltung im Reiter „Mitarbeiter“ die CardID seiner eHBA hinterlegt sein. Ist die CardID hinterlegt, kann der eingeloggte Weiterbildungsarzt die „eHBA“ aktivieren und anschließend eRezepte versenden. Ist die CardID nicht hinterlegt, wird auf die TI-Einstellung inklusive CardID des abrechnenden Arztes bei Rezeptausstellung geprüft und für die Signierung verwendet. In dem Fall kann der Weiterbildungsarzt nicht mit seiner eHBA signieren.

eRezept-Verwaltung

Die eRezept-Verwaltung erreichen Sie über das tomedo Menü Verwaltung → KV → eRezept – elektronisches Rezept. Hier finden Sie eine Übersicht aller erstellten eRezepte mit ihrem jeweiligen Status: Gespeichert, Versendet, Fehler und Storniert.

Mithilfe der Schaltfläche 1 „Im Zeitraum laden“ werden alle eRezepte im ausgewählten Zeitraum geladen. Über die Schaltflächen 2 „Alle nicht versendeten laden” und 3 „Alle fehlerhaften laden“ werden die entsprechenden eRezepte der letzten 14 Tage geladen. Zusätzlich können Sie Filter 4 für weitere Einschränkungen nutzen.

Ab der Version v1.111 kann in den tomedo Einstellungen unter Nutzer → Sonstiges bestimmt werden, ob beim Öffnen der eRezept-Verwaltung: keine, alle Rezepte oder nur nicht versendete Rezepte geladen werden sollen. Weiter kann der Zeitraum in Tagen definiert werden, für den die Verordnungen geladen werden sollen. Zusätzlich kann an der Stelle eingestellt werden, welche Aktion bei Doppelklick auf einen Eintrag in der eRezept-Verwaltung ausgeführt werden soll: Öffnen der Rezept-Vorschau, der Kartei, der Medikamentenplan oder bisherige Verordnungen.

In der Liste können Sie nun die gewünschten eRezepte auswählen und über die Schaltflächen 5 versenden. Über die Schaltfläche „Zurücksetzen“ 6 haben Sie die Möglichkeit Daten für den eRezept-Versand zurücksetzten. Dies kann notwendig sein, wenn Basisdaten der Verordnung, wie z.B. Scheindaten des Patienten nach eRezept-Erstellung editiert wurden. Mit Klick auf die Schaltfläche „Pat.-Ausdruck“ 7 werden für alle selektierte Verordnungen, die bereits versendet wurden, der Patientenausdruck erstellt. Versenden Sie ein oder mehrere Verordnungen aus der eRezept-Verwaltung und wollen gleichzeitig den Patientenausdruck dafür generieren lassen, dann aktivieren sie vor dem Versand die Checkbox 9 .
Muss ein versendetes eRezept storniert werden, wählen Sie das eRezept aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Stornieren“ 8.

Im Bereich 10 können Sie weitere Details zum selektierten eRezept einsehen:

  • von welchem Patienten ist das eRezept,
  • das verordnete Präparat,
  • den Status des eRezepts,
  • den eRezept-Token (Link, Grundlage des 2d-Codes) und
  • eine Fehlermeldung, z.B. bei fehlerhaftem Versand.

Mit Klick auf die Kartei-Schaltfläche wird die Kartei des ausgewählten Patienten geöffnet und mit Klick auf das Medikamenten-Icon, die Medikamentenverordnung – bisher.

Für den ausgewählten Patienten wird Ihnen außerdem im Bereich 11 der Medikamentenplan sowie die Rezept-Vorschau 12, wenn vorhanden, angezeigt. Achtung: Unter macOS Versionen kleiner 11.0 wird die eRezept-Vorschau in der eRezept-Verwaltung nicht skaliert und kann zum Teil abgeschnitten werden. In dem Fall muss der Bereich der eRezept-Vorschau entsprechend groß gezogen werden, um die Vorschau vollständig zu sehen.

Anhand der Spalte Status 13 können Sie ablesen, ob das eRezept Gespeichert, Versendet, Storniert oder der Versand aufgrund eines Fehlers nicht möglich war.

Die Aktion Vorbereiten 14 ermöglicht Ihnen „Blanko“ eRezepte am eRezept-Server vorzuladen. Die Anzahl, der vorzuladenden eRezepte erfolgt im Task Cache Eingabefeld. Das Vorladen der eRezepte unterstützt einen schnellen Versand der eRezepte im Praxisalltag. Hinweis: Wenn das eRezept Modul neu gestartet wird, müssen die eRezepte neu vorgeladen werden.

Läuft Ihr eRezept-Modul nicht (roter Kreis), dann habe Sie hier 15 die Möglichkeit das Modul manuell zu stoppen, zu updaten und erneut wieder zu starten.

eRezept in der Kartei

Das gespeicherte oder versendete eRezept wird in der Kartei unter dem Karteieintragstyp eMED gespeichert. Wurden mehrere eRezepte in einem Schritt ausgestellt oder gespeichert, umfasst dieser Karteieintrag mehrere eRezepte. In dem Karteieintrag stehen Ihnen verschiedene Aktionen zur Verfügung:

  1. Ein noch nicht versendetes eRezept kann über diese Schaltfläche Ausstellen 1 versendet werden. Umfasst der Karteieintrag mehrere nicht versendete eRezepte, so werden mit dieser Aktion alle eRezepte des Karteieintrags versendet.
  2. Ein bereits versendetes oder nur gespeichertes eRezept kann über diese Schaltfläche Stornieren 2 ggf. storniert und anschließend gelöscht werden. Analog zu Punkt eins werden auch hier alle eRezepte des Karteieintrags dadurch storniert und gelöscht.
  3. Der Patientenausdruck 3 aller versendeten eRezepte des Karteieintrags wird über diese Schaltfläche erstellt.
  4. Über die Schaltfläche 4 werden alle eRezepte des Karteieintrags in der eRezept-Verwaltung geöffnet.
  5. Mit den Schaltflächen vorheriges und nächstes 5 kann durch die einzelnen eRezept des Karteieintrags navigiert werden. Umfasst der Karteieintrag nur ein eRezept sind diese Schaltflächen entsprechend deaktiviert.
  6. An der Stelle 6 können Sie den Status sowie die Dok.-ID des angezeigten eRezepts ablesen.

eRezept in der Inbox

Die Inbox erreichen Sie unter dem Menü Verwaltung → Inbox. Mit Öffnen des Fensters werden für den eingeloggten Nutzer automatisch alle nicht versendeten Verordnungen geladen. Analog zur eRezept Verwaltung, haben Sie hier die Möglichkeit Verordnungen zu versenden zuzüglich Erstellung des Patientenausdrucks und Verordnungen zu stornieren. Mit Auswahl einer Verordnung sehen Sie die eRezept-Vorschau, Medikamentenfenster des Patienten, sowie Details zum Patient und Status der Verordnung.
Mehr Informationen zur Inbox erhalten Sie im folgenden Handbucheintrag.

Workflow in tomedo

Der Umgang mit eRezepten in tomedo ist analog zum Umgang mit dem bisherigen Papierrezept, wobei Ausdrucken und Unterschreiben durch (elektronisches) Signieren und Versenden ersetzt wurde. Das bisher bekannte einfache Löschen eines Rezept-Formulars aus der Kartei oder einer einzelnen Verordnung aus der Bisher-Liste wird für das eRezept zur Aktion “Stornieren und Löschen”. Hier gibt es einen Unterschied zur Papierverordnung: Wenn ein eRezept nicht mehr storniert werden kann, weil es z.B. vom Patienten bereits eingelöst wurde, kann die Verordnung in tomedo auch nicht mehr gelöscht werden.

Eine weitere Besonderheit gibt es auf sprachlicher Ebene: Der Begriff Rezept bzw. Rezept-Formular bezieht sich in tomedo auf ein oder mehrere Verordnungen, die in einem Karteieintrag zusammengefasst werden. Ein eRezept kann aber immer nur genau eine Verordnung beinhalten. Um für Sie möglichst wenig zu ändern, behalten wir den Begriff Rezept, der in vielen Dialogen in tomedo auftaucht, bei. Ein Rezept (eMED-Karteieintrag) fasst mehrere eRezepte zusammen, ähnlich wie auch der Patientenausdruck mehrere eRezepte zusammenfasst.

Sie können also Ihren bisherigen Workflow zur Medikamentenverordnung auch nach der Umstellung auf das eRezept im Wesentlichen beibehalten.

Durch die rein elektronische papierlose Verordnung bieten sich aber auch neue Möglichkeiten. Im Folgenden stellen wir Ihnen hier nochmal alle Optionen vor. Welcher Ablauf zu ihrem jeweiligen Praxisablauf am besten passt, kann sehr unterschiedlich ausfallen. So haben Sie die Möglichkeit direkt aus der Medikamentenverordnung oder über die Vorschau aus der Medikamentenverordnung das eRezept zu versenden. Alternativ kann das gespeicherte eRezept aus der Kartei (eMED-Karteieintrag) oder aus der eRezept-Verwaltung versendet werden.

Ausstellung des eRezeptes

Die Ausgangssituation ist, dass der Patient in der Praxis sitzt und der Arzt dem Patienten ein eRezept ausstellen möchte.

Option 1: Arzt versendet direkt aus der Medikamentenverordnung das eRezept.

Option 2: Arzt versendet aus der eRezept-Vorschau der Medikamentenverordnung das eRezept.

Option 3: Arzt speichert das eRezept.

  • Anschließend kann der Arzt das eRezept aus der eRezept-Verwaltung oder aus dem Karteieintrag heraus signieren und versenden.

Option 4: Arzt versendet das eRezept, aber der Versand wird aufgrund eines Fehlers nicht durchgeführt.

  • Anschließend kann der Arzt die Fehler beheben und das eRezept aus der eRezept-Verwaltung oder aus dem Karteieintrag heraus signieren und versenden.

Stornieren / Löschen des eRezeptes

Eine weitere Ausgangssituation ist, wenn ein gespeichertes oder versendetes eRezept gelöscht oder storniert werden muss.

Option 1: Arzt speichert ein eRezept in der Kartei und löscht anschließend den Karteieintrag:

Mit dieser Aktion wird der Karteieintrag gelöscht. Weiter wird die Verordnung aus der Medikamentenverordnung (Bisher) gelöscht. In der eRezept-Verwaltung wird das gespeicherte eRezept als “gelöscht” markiert. Der Status “Gespeichert” wird für das eRezept beibehalten.

Option 2: Arzt speichert eine eRezept in der Kartei und storniert anschließend das eRezept im Karteieintrag:

Es erscheint eine Abfrage, ob das eRezept wirklich storniert werden soll. Mit dieser Aktion wird wie unter Option 1 der Karteieintrag gelöscht. Weiter wird die Verordnung aus der Medikamentenverordnung (Bisher) gelöscht. In der eRezept-Verwaltung wird das gespeicherte eRezept als “gelöscht” markiert. Der Status “Gespeichert” wird für das Rezept beibehalten.

Option 3: Arzt speichert eine eRezept und löscht die gespeicherte Medikamentenverordnung unter dem Reiter Bisher in der Medikamentenverordnung:

Es erscheint eine Abfrage, ob das dazugehörige Rezept aus der Kartei gelöscht werden soll. Weiter wird in einem zweiten Abfragedialog nachgefragt, ob auch das Medikament aus dem Medikamentenplan gelöscht werden soll. In der eRezept-Verwaltung wird das gespeicherte eRezept als “gelöscht” markiert. Der Status “Gespeichert” wird für das eRezept beibehalten.

Option 4: Arzt speichert ein eRezept und löscht die gespeicherte Medikamentenverordnung unter dem Reiter Plan:

Hier erscheint keine weitere Abfrage, da aus dem Medikamentenplan ohne Einschränkung eine Verordnung gelöscht werden kann und hat somit keine Auswirkung auf die Verordnung selbst.

Option 5: Arzt versendet ein eRezept und storniert anschließend in dem Karteieintrag das eRezept:

Mit der Aktion Stornieren wird der Karteieintrag gelöscht und damit auch alle enthaltenen eRezepte. In der Medikamentenverordnung (Bisher) werden ebenfalls alle dazugehörigen Verordnungen gelöscht. In der eRezept-Verwaltung erhalten alle eRezepte den Status Storniert und werden als “gelöscht” markiert.

Option 5: Arzt versendet ein eRezept und löscht anschließend den Karteieintrag:

Mit der Aktion Stornieren, wird der Karteieintrag gelöscht und damit auch alle enthaltenen eRezepte. In der Medikamentenverordnung (Bisher) werden ebenfalls alle dazugehörigen eRezepte gelöscht. In der eRezept-Verwaltung erhalten alle eRezepte den Status Storniert und werden als “gelöscht” markiert.

Option 6: Arzt versendet ein eRezept und löscht eine enthaltene Medikamentenverordnung unter dem Reiter Bisher:

Wird eine einzelne Verordnung (eRezept) gelöscht, welche mit anderen eRezepten in einem Karteieintrag dokumentiert wurde, erscheint die Abfrage, ob alle Verordnungen auf dem Rezept gelöscht werden sollen. Mit Bestätigung – nein, Rezept behalten – wird nur die ausgewählte Verordnung (das eRezept) gelöscht. Weiter wird in einem zweiten Abfragedialog nachgefragt, ob auch das Medikament aus dem Medikamentenplan gelöscht werden soll. Im Karteieintrag zeigt das eRezept anschließend den Status storniert. In der eRezept-Verwaltung erhält das Rezept den Status Storniert und wird als “gelöscht” markiert.

Wird eine Verordnung eines Rezepts gelöscht, welche allein in einem Karteieintrag dokumentiert wurde, erscheint die Abfrage, ob das dazugehörige Rezept aus der Kartei gelöscht werden soll. Mit Bestätigung – ja, auch Rezept löschen – wird der zugehörige eMED-Karteieintrag gelöscht. Weiter wird in einem zweiten Abfragedialog nachgefragt, ob auch die Verordnung aus dem Medikamentenplan gelöscht werden soll. In der eRezept-Verwaltung erhält das eRezept den Status Storniert und wird als “gelöscht” markiert.

Option 7: Arzt versendet ein eRezept und löscht eine enthaltene Medikamentenverordnung unter dem Reiter Plan:

Hier erscheint keine weitere Abfrage, da aus dem Medikamentenplan ohne Einschränkung eine Verordnung gelöscht werden kann.

Option 8: Arzt storniert ein eRezept in der eRezept-Verwaltung:

Mit dieser Aktion erscheint die Abfrage, ob das dazugehörige Rezept aus der Kartei gelöscht werden soll. Mit Bestätigung – ja, auch Rezept löschen – werden der Karteieintrag gelöscht sowie alle darin enthaltenen eRezepte storniert und gelöscht. Weiter wird in einem zweiten Abfragedialog nachgefragt, ob die Verordnung auch aus dem Medikamentenplan gelöscht werden soll. In der eRezept-Verwaltung erhält das eRezept den Status Storniert und wird als “gelöscht” markiert.

Probleme und Lösungen rund um das eRezept

1. Es erscheint der Hinweis, dass das eRezept aufgrund fehlender Sererverbindung nicht versendet werden kann. Was ist zu tun?

Öffnen Sie die eRezept-Verwaltung und prüfen Sie, ob das Modul gestartet ist. Erscheint der Punkt grün, läuft das Modul. Ist der Punkt rot klicken Sie auf Modul starten.

2. Komforsignatur ist aktiviert, aber nur über Arzt mit aktivierter Komforsignatur kann das eRezept signiert werden? 

Um ein eRezept zu signieren, muss zwingend der Nutzer, für den die Komfortsignatur in der Praxis aktiviert ist, in tomedo eingeloggt sein.

3. Der Arztstempel ist nicht formatierbar, warum?

Der Inhalt des Arztstempels wird anhand der hinterlegten Daten für den Arzt automatisch generiert und kann nicht manuell durch den Nutzer formatiert werden. Das Format für den Arztstempel ist durch die KBV vorbestimmt.

4. Was muss der Patient mit dem eRezept tun?

a) Nutzt der Patient die eRezept-App der Gematik (verfügbar im PlayStore und AppStore) und hat sich mit eGK 2.1. und zugehörigen PIN angemeldet (erhält der Versicherte auf Anfrage von seiner Krankenkasse), erscheint das von Ihnen ausgestellte eRezept in seiner App, nachdem Sie es erfolgreich versendet haben (die Verknüpfung erfolgt über die Versichertennummer des Patienten).

b) Falls der Patient keine eRezept-App benutzt, können Sie ihm einen Patientenausdruck ausdrucken. Dieser enthält einen 2D-Code, der dann in der Apotheke gescannt werden kann.

In der Apotheke scannen die Mitarbeiter entweder den Data-Matrix-Code aus der App oder vom Patientenausdruck und händigen nach Abgleich mit den vorhandenen Informationen auf dem eRezept-Server in der TI dem Versicherten das verordnete Medikament aus.

Wechselwirkungen zwischen Medikamenten prüfen

Bei Verordnen eines neuen Medikaments kann durch die Interaktionsprüfung festgestellt werden, ob Wechselwirkungen zwischen Medikamenten bestehen. Dazu wählen Sie zunächst die gewünschte Kartei des Patienten aus und geben in der Kommandozeile „REZ“ für Rezept ein. Anschließend geben Sie den Namen des Medikaments in die Spalte „Name“ ein, markieren das Medikament und klicken auf die Schaltfläche „Interaktionsprüfung“. Danach öffnet sich etwa das Fenster Prüfung auf Medikamenten-Wechselwirkung oder es kommt oben links die Meldung, dass keine Wechselwirkungen vorhanden sind. Durch Drücken des Informationssymbols kann festgestellt werden, welche Wechselwirkung besteht.

Im Medikamentenplan können Sie ebenfalls Interaktionen der Medikamente nachvollziehen. Dazu öffnen Sie in der Medikamentenverordnung über die Schaltfläche „Plan“ den Medikamentenplan und drücken anschließend die Schaltfläche „Interaktionen“.

Bundeseinheitlicher Medikationsplan

 

Bei der gleichzeitigen Einnahme von mindestens drei verordneten, systemisch wirkenden Medikamenten, hat der Patient seit 1. Oktober 2016 Anspruch auf einen Medikationsplan. Um diesen aufrufen zu können, wählen Sie zunächst die gewünschte Kartei des Patienten aus und geben in der Kommandozeile „REZ“ für Rezept ein.

Um den BMP öffnen zu können, müssen alle Medikamente zum Plan hinzugefügt werden. Dazu muss das Medikament über die Spalte „Name“ gesucht und ausgewählt werden.

Danach drücken Sie auf die Schaltfläche „+MedPlan“, um dieses Medikament in de n Medikamentenplan aufnehmen zu können. Sobald alle Medikamente im Medikamentenplan vorhanden sind, drücken Sie die rechts die Schaltfläche „Plan“ und anschließend im unteren Teil die Schaltfläche „BMP“, um das Fenster des Bundeseinheitlichen Medikationsplans öffnen zu können.

  1. Die Anschrift des Patienten kann in dem Fenster des Bundeseinheitlichen Medikationsplans noch einmal verändert bzw. vervollständigt werden.
  2. Im Parameterblock-Konfigurator können zusätzliche Angaben wie beispielsweise Allergien und Gewicht zum Patienten gemacht werden. Durch Einfügen eines Hakens vor dem entsprechenden Parameter werden diese Angaben dann auch in den Ausdruck des BMP übernommen.
  3. Beim Drücken der Schaltfläche „Drucken“ können Sie den BMP für den Patienten ausdrucken. Das Druckprofil kann durch Drücken des Einstellungssymbols im rechten Teil des Fensters geändert werden. Außerdem kann bestimmt werden, ob der Ausdruck dem Arzt, der Betriebsstätte oder einen Wert zugeordnet wird.
  4. Weiterhin können Überschriften wie z.B. Salbe, Dauermedikation oder Spritze in den Medikationsplan eingefügt werden. Dazu gehen Sie auf die Schaltfläche „+ Zwischenüberschrift“ und klicken doppelt auf die Gewünschte.
    • Um eine neue Zwischenüberschrift anlegen zu können, klicken Sie auf die Schaltfläche „Verwaltung“ und anschließend auf das „+“ Symbol. Bitte geben Sie eine „Bezeichnung“ ein und bestätigen Sie abschließend mit „OK“.
    • Um eine Zwischenüberschrift zu löschen, markieren Sie die zu löschende Überschrift, klicken auf das „–“-Symbol und danach auf „OK“.
  5. Ebenso kann eine Freitextzeile eingegeben werden. Der Unterschied zur Zwischenüberschrift ist derjenige, dass die Zwischenüberschrift fett und die Freitextzeile normal dargestellt wird. Um die Freitextzeile einfügen zu können, drücken Sie bitte auf die Schaltfläche „+ Freitextzeile“. Anschließend können Sie eine neue Zeile über den Punkt „Verwaltung“ anlegen oder eine bereits angelegte durch Doppelklick auswählen. Das Anlegen funktioniert gleichermaßen wie beim Punkt 4) Zwischenüberschrift. Unter anderem kann über die Schaltfläche „Leere Zeile“ eine freie Zeile im BMP angelegt werden.
  6. Zur Löschung einer Zeile markieren Sie diese und drücken die „–“-Schaltfläche.
  7. Die Schaltfläche „Scannen“ wird in Zukunft die Möglichkeit bieten, einen externen BMP einzuscannen.
  8. Die Schaltfläche „Zurücksetzen“ können Sie alle vorgenommenen Änderungen zurücksetzen. Dies betrifft sowohl Änderungen im Parameterblock als auch in den Zeilen