Selbstanmeldung

Letzte Anpassung: 24. May 2022

Patiententerminal zur automatischen Selbstanmeldung

tomedo® verfügt über einen sogenannten Kiosk-Modus, der zur Unterstützung und Beschleunigung des Anmeldeprozesses genutzt werden kann. Mit tomedo® im Kiosk-Modus können Sie in Ihrer Praxis ein Patiententerminal aufstellen, also einen für Patienten zugänglichen Rechner, an dem diese sich selbstständig zu Terminen anmelden und in die Tagesliste eintragen können.

Den Kiosk-Modus gibt es für zwei unterschiedliche Anmeldebedingungen. Die erste Option – der normale Kiosk-Modus – ist als Anmeldemöglichkeit zusätzlich zu einer Anmeldung am Tresen gedacht. D.h. bei Problemen am Anmeldeterminal wird der Patient an das Personal am Tresen verwiesen. Die zweite Option – der Self-Check-In – ist als alleinige Anmeldemöglichkeit gedacht, wenn es in Ihrer Praxis keinen mit Personal besetzten Anmeldungstresen gibt. Der Patient bekommt dann eine Wartenummer ausgedruckt und wird ins Wartezimmer verwiesen.

Eine ausführliche Beschreibung beider Optionen erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Für die Einrichtung eines Patiententerminal spielen drei Faktoren eine wesentliche Rolle:

  • die Hardware
  • die Systemeinstellungen
  • die tomedo®-Einstellungen

Hardware

Als Hardware könnte beispielsweise ein iMac mit Tastatur und Maus in Sichtweite der herkömmlichen Anmeldung verwendet werden, sodass immer jemand den Patienten-Selbstanmelderechner im Blick haben kann, plus ggf. ein Kartenlesegerät. (Um die Aktivitäten der Selbstanmeldung im Auge zu behalten, kann man sich auch von einem anderen Arbeitsplatzrechner per Bildschirmfreigabe verbinden.)

Für den Self-Check-In ist zusätzlich noch ein Drucker notwendig, der die Wartenummer für die Patienten ausdruckt. Des Weiteren wird für den Patientenaufruf ein Monitor im Wartezimmer benötigt, auf dem die aufgerufene Wartenummer angezeigt wird (dies kann z.B. auch über eine Anbindung an Hitpanel realisiert werden.).

Einrichtung der Systemeinstellungen

Bei der Einrichtungen der Systemeinstellungen kann Ihnen ggf. auch der tomedo®-Support helfen – im Wesentlichen geht es darum, dass beim Neustart des Rechners die tomedo®-App von alleine wieder gestartet wird, ohne dass Nutzereingaben gemacht werden. Zumindest sollte der Rechner kennwortgeschützt sein – falls der Rechner neu starten sollte, soll ihn trotzdem kein Patient manipulieren können. Des Weiteren sollte Automount von USB-Geräten verhindert werden (Bios), damit nicht von mitgebrachten Sticks gestartet werden kann.

Außerdem haben sich im Probebetrieb in der Testpraxis noch folgende Einstellungen als vorteilhaft herausgestellt:

  • Energieeinstellungen → Zeitplan
    • war: abends ausschalten, morgens einschalten
    • sollte besser sein: abends Ruhezustand, morgens einschalten
  • Sicherheit → Allgemein → Haken bei „Passwort erforderlich“ entfernen
    • andernfalls kann es vorkommen, dass die Rechnerpasswortabfrage den Tastaturfokus hat, aber nicht sichtbar ist, weil der Kiosk-Modus im Vordergrund ist, der dann aber nicht mehr reagiert, da die Passwortabfrage aktiv ist
  • Freigaben → Bildschirmfreigabe einrichten, um ggf. von anderem Praxisrechner aus mitverfolgen zu können, wenn sich was im Kiosk tut
  • Bildschirmschoner und Bildschirmausschaltung ausstellen (auf nie setzen), damit Patienten nicht vor einem schwarzen Schirm stehen

Einstellungen zur Selbstanmeldung (Kiosk)

Die Einstellungen für das Patiententerminal nehmen Sie als Admin in den tomedo®-Einstellungen unter Arbeitsplatz → Kiosk bzw. Warteschlange vor. Dabei gelten alle Einstellungen, die Sie im Tab „Kiosk“ vornehmen, sowohl für Option 1 (normaler Kiosk-Modus) als auch Option 2 (Self-Check-In), haben aber mitunter unterschiedliche Auswirkungen. Option 2 aktivieren Sie dann im Tab „Self-Check-In“, nachdem Sie im Tab „Kiosk“ alle grundsätzlichen Einstellungen für das Patiententerminal vorgenommen haben.

Die grundsätzlichen Einstellungen für das Patiententerminal beinhalten folgende Punkte:

  1. Als „eingeloggten Nutzer“ sollten Sie einen speziellen Nutzer ohne Adminrechte anlegen, den Sie z.B. „Patiententerminal“ bzw. PT nennen können. Mit diesem Nutzerkürzel als Bearbeiter sind dann die Einträge in der Tagesliste gekennzeichnet, die vom Kiosk aus vorgenommen werden.
  2. Hier kann übergeordnet festgelegt werden, ob sich nur Patienten mit einem Termin anmelden können. Zusätzlich kann für die Terminbedingung festgelegt werden, um wie viele Minuten sich der Patient trotz Verspätung noch anmelden kann. Ist die Verspätung des Patienten zu groß, so kann er sich über die Selbstanmeldung nicht anmelden. Weiter kann die Abfrage für Terminbesuche aktiviert werden. Beantwortet der Patient bei Anmeldung die Frage mit Nein und die Terminbedingung ist aktiviert, so wird er direkt für die Selbstanmeldung abgewiesen.
  3. Vor Kioskanmeldung erscheint mit Aktivierung der Einstellung die Abfrage, ob ein Einzel- oder Gruppenbesuch vorliegt. Je nach Auswahl des Patienten werden unterschiedliche Kiosk-Fenster geöffnet. Meldet sich eine Gruppe an, so wird für diese Patienten in der Gruppenbehandung eine Patientengruppe angelegt. Siehe dazu das Kapitel Gruppenbehandlung. Diese Einstellung kann nicht in Kombination mit der Einstellung Warteschlangenauswahl durch den Patienten verwendet werden.
  4. Sie können ein Standard-ToDo vergeben, welches an die Patienten vergeben wird, die sich am Terminal anmelden. Dadurch haben Sie diese Patienten in der Tagesliste sofort im Blick.
  5. Diese Einstellung ist in erster Linie für den Self-Check-In (Option 2) relevant. Wenn der Haken nicht gesetzt ist, ist eine Mehrfachanmeldung nicht möglich. Ist der Patient bereits angemeldet, erscheint bei erneuter Anmeldung am Display der Hinweis „Sie sind bereits da.“. Mitunter soll jedoch eine Mehrfachanmeldung, also dass der Patient zwei Besuche im Status Anwesend hat, möglich sein. Zum Beispiel, wenn der Patient morgens und nachmittags einen Termin hat. Dann wird ein weiterer Besuch für den Patienten erstellt und das Standard-ToDo oder Termin-ToDo an den Besuch gehängt.
  6. Diese Einstellung legt fest, nach wie viel Sekunden der Inaktivi­tät (keine Mausbewegung und keine Tastatureingaben) alle Eingaben zurückgesetzt werden sollen. Das soll dazu dienen, persönliche Daten eines Patienten zu verbergen, der mit der Anmeldung begonnen, diese aber nicht vollendet hat, sodass der nächste sie nicht zu sehen bekommt.
  7. Mit Anlegen eines Besuchs über den Kiosk wird das erste ToDo direkt auf „Aktuell“ gesetzt.
  8. Wenn es in Ihrer Praxis mehrere mögliche Anlaufpunkte gibt und Sie mehrere Patiententerminals in verschiedenen Abteilungen aufgestellt haben, können Sie hier eine Terminlokalität definieren. Dies soll verhindern, dass Patienten sich am falschen Ort anmelden und dann vergessen werden. Wenn es keine verschiedenen Praxisteile gibt, lassen Sie einfach die Voreinstellung „keine Auswahl“ stehen.
    Sie können die Terminlokalität über zwei unterschiedliche Stellen konfigurieren:
    ● dem Kalender kann eine Standardlokalität zugeordnet werden oder
    ● der Ressource kann eine Lokalität zugeordnet werden.
    Bei der Kioskanmeldung werden alle Stellen geprüft, also ob der Termin des Patienten im Kalender mit gewünschten Standard-Lokalität vorliegt ODER ob der Termin in einer Ressource liegt, welcher die gewünschte Lokalität zugeordnet ist.

    Achtung: Wird KEINE Lokalität an den benannten Stellen gefunden bzw. habe Sie keine konfiguriert, in den Einstellungen haben Sie an der Stelle jedoch eine Lokalität ausgewählt, können sich Patienten auch mit Termin im Kiosk NICHT anmelden, weil bei Terminvoraussetzung der Termin nicht zugeordnet werden kann.

  9. Sie können die im Patiententerminal angezeigten Texte vom Computer vorlesen lassen. Dazu muss in den Systemeinstellungen des Rechners eine deutsche Stimme für Sprachausgaben eingestellt sein.
  10. Wenn Sie die „händische Anmeldung“ zulassen, können sich Patien­ten durch die Eingabe ihres Vor- und Nachnamens sowie Geburtstages anmelden. Wenn Sie „Kartenstecken“ einstellen, können sich Patien­ten auch mit ihrer eGK oder Privatkarte anmelden. Hierfür muss natürlich ein Kartenlesegerät am Terminal angeschlossen sein. Der Patient wird nach dem Stecken der Karte aufgefordert, diese wieder aus dem Kartenlesegerät zu entnehmen. Sie können angeben, wie viele Sekunden diese Aufforderung auf dem Patiententerminal-Display angezeigt werden soll. Des Weiteren können Sie ein Anleitungsbild zum Stecken der Karte auf dem Monitor anzeigen lassen. Mindestens einer der beiden Haken (händische Anmeldung oder Karte stecken) muss gesetzt sein.
  11. Wenn der „Erstbesuch“-Haken gesetzt ist, kann der Patiententerminal-Nutzer auch neue Patienten selbstständig anlegen, die zum ersten Mal die Praxis betreten, und sie bei Bedarf auch gleich ein Formular ausfüllen lassen (Custom-Formular mit Medientyp Web-Formular, z.B. ein Anamnesebogen). Wenn dieser Haken nicht gesetzt ist, erscheint für Neupatienten im normalen Kiosk-Modus die Aufforderung, sich an der Anmeldung zu melden. Mit der Checkbox „nicht nur Neupatienten…“ kann das Formular auch jedem Patienten zur Anmeldung im Kiosk angezeigt werden. Diese Formulare werden in der Kartei des Patienten gespeichert.
    Die Checkboxen „Erstbesuch“ und „nur mit Termin“ schließen sich gegenseitig aus, d.h. es kann maximal eine davon aktiviert werden, muss aber nicht. Ist keine Checkbox aktiviert, heißt das, dass sich nur bereits vorhandene Patienten selbst anmelden können – unabhängig davon, ob sie einen Termin haben oder nicht.
  12. Für die Patienteneingabe bei der Selbstanmeldung können hier verschiedenen Abfragen bzw. Eingaben eingefordert werden.
    • Im Terminal-Display wird während der Selbstanmeldung ein Texteingabefeld angezeigt, in dem der Patient sein Anliegen eingeben kann. Der eingegebene Text wird dann im Infofeld des Besuches in den Patientendetails, der Kartei und den Patienten-Kurzinfos angezeigt.
    • Bei der Selbstanmeldung werden die Patienten u.U. gebeten, ihre Kontaktdaten zu überprüfen bzw. ihre Adressdaten zu ergänzen. Da dies aus Datenschutzgründen möglicherweise von Ihren Patienten nicht gewünscht ist, haben Sie hier die Möglichkeit, die Kontaktdaten-Eingabemasken gänzlich zu verbergen.
    • Mit der Einstellung „Bei Terminbesuchen zeige Webformular der Terminart an“ kann für jede Terminart ein spezieller Anamnesebogen eingestellt werden, der bei der Selbstanmeldung zu Terminbesuchen ausgefüllt werden soll.
  13. Es gibt die Möglichkeit, eigene Hintergrundbilder einzustellen, die Sie selbst gestalten können. Tragen Sie ein Bil­der-Quellverzeichnis entweder von Hand ein oder fügen Sie den Pfad mit ⌘ CMD + V ein oder ziehen Sie aus einem Finder-Fens­ter den entsprechenden Ordner per Drag&Drop in das Eingabefeld.
  14. Alle Texte, die während der Selbstanmeldung im Patiententerminal angezeigt werden, sind konfigurierbar. Nachdem über die Plus-Schaltfläche zunächst eine leere Textdatei eingebunden wurde, kann über „Testdaten erzeugen“ (Stern-Schaltfläche) eine Testdatei mit den Kiosk-Texten erzeugt werden. Dabei wird die leere oder auch gefüllte Textdatei überschrieben. Über „Standard wiederherstellen“ (Reload-Schaltfläche) erzeugen Sie neue Texte mit den ursprünglichen (Standard-) Kiosk-Texten. Beide Dateien können über die Stift-Schaltfläche geöffnet und mit einem Texteditor bearbeitet werden. Die Textdatei besteht aus Key- und String-Einträgen, wobei die Keys jeweils angeben, um welche Stelle im Terminal es sich handelt und der String den zugehörigen Text enthält, den Sie ändern können. Editierbare Texte erkennen Sie in der Testdatei daran, dass diese in *Sternchen* gesetzt sind. Sollte es beim Öffnen/Bearbeiten der Datei Probleme geben, ändern Sie die Dateiendung in „.plist“. Zusätzlich zu dem standardmäßig angezeigten Selbstanmeldungstext haben Sie die Möglichkeit, hier einen eigenen Anmeldetext einzugeben. Weiter haben Sie die Möglichkeit, mehrere Sprachen zur Selbstanmeldung zu hinterlegen. Die Texte werden in Abhängigkeit von der Systemsprache generiert. Wollen Sie also eine französische Textdatei mit Standardtexten generieren lassen, stellen Sie Ihre Systemsprache auf Französisch, klicken anschließend auf die Plus-Schaltfläche unterhalb der Box, wählen eine Textdatei über die Stift-Schaltfläche aus und klicken anschließend auf den Reload-Knopf. Sind unterschiedliche Sprachen in den Einstellungen hinterlegt, kann der Patient bei der Selbstanmeldung die gewünschte Sprache auswählen.
    Hinweis: Aufgrund der Weiterentwicklung der Kiosk-Einstelloptionen müssen unter Umständen in der verwendeten Eigene-Texte-Datei zusätzliche Texte hinzugefügt werden.
    • Über die Reload-Schaltfläche werden die neuen Texte (in Abhängigkeit von der hinterlegten Sprache) automatisch mit neu generiert. Achtung: Beachten Sie dabei, dass Ihre individuellen Änderungen in der Textdatei dadurch überschrieben werden.
    • Wenn eine/mehrere eigene Texte Datei(en) eingestellt ist/sind, wird jetzt vor jedem Starten der Selbstanmeldung überprüft, ob die eigenen Texte „vollständig“ sind.
  15. Dieses Häkchen startet den Kiosk-Modus. Sie werden zunächst aufgefordert, ein Ausbruchpasswort zu vergeben, mit dem sich der Kiosk-Modus wieder beenden lässt. Nachdem Sie das Passwort bestätigt haben, startet der Kiosk-Modus.

 

Ein Kartenlesegerät können Sie ebenfalls in den tomedo®-Einstellungen unter Arbeitsplatz Kartenlesegerät einrichten. Des Weiteren sollten Sie Dateilauscher, Skripte, etc. in den Arbeitsplatzeinstellungen deaktivieren / abschalten, sodass sich der Arbeitsplatzrechner möglichst passiv verhält.

Warteschlange

Stufe 2 des Kiosk-Modus – der Self-Check-In – unterscheidet sich zum normalen Kiosk-Modus dadurch, dass alle Patienten, die sich am Terminal anmelden, eine Wartenummer ausgedruckt bekommen. Es muss also ein Drucker an dem Patiententerminalrechner angeschlossen sein. Die Patienten warten dann im Wartezimmer, bis ihre Nummer per Sprachausgabe oder Bildschirmanzeige aufgerufen wird. Sie benötigen also im Wartezimmer einen weiteren PC für den Patientenaufruf.

  1. Den Self-Check-In aktivieren Sie in den tomedo®-Einstellungen → Arbeitsplatz → Warteschlange mit dem Haken. Anschließend müssen Sie noch folgende Einstellungen vornehmen:
  2. Mit diesen Optionen kann festgelegt werden, ob dem Patienten automatisch durch den Termin eine Warteschlange zugeordnet wird oder ob der Patient selbst eine Warteschlange wählen kann. Beachten Sie dafür die Einstellungsmöglichkeit in den Terminarten. Über die Warteschlangen können z.B. unterschiedliche Besuchsgründe  abgebildet werden. Wenn es keinen Termin gibt oder die Terminart keine Warteschlange hat, wird weiterhin die Standardwarteschlangeneinstellung verwendet.
  3. Wählen Sie die Warteschlange aus, der die Patienten zugewiesenen werden sollen. Über das Zahnrad gelangen Sie in die Warteschlangenverwaltung. Dort können Sie verschiedene Warteschlangen anlegen und festlegen, ob die Wartenummern täglich zurückgesetzt werden sollen. Mit mehreren Warteschlangen zu arbeiten, ist mitunter sinnvoll, wenn Sie mehrere Patiententerminal im Einsatz haben.
  4. Geben Sie hier den Drucker an, der die Wartenummern ausdrucken soll. Über das Zahnrad gelangen Sie in die Druckerverwaltung.
  5. Wählen Sie eine Vorlage für den Nummernzettel aus. Sollten Sie noch keine Vorlage hinterlegt haben, können Sie die Vorlagenverwaltung direkt über das Zahnrad aufrufen. Über das Briefkommando$[ZSKioskWarteschlangePlatzhalter]$
    können Sie sich die Wartenummer auf dem Nummernzettel ausgeben lassen.
  6. Die Einstellungen im unteren Bereich sind für den Arbeitsplatz relevant, von dem aus Sie Patienten aufrufen, und werden zu einem späteren Zeitpunkt erklärt.

Warteschlangenaufruf

Alle Patienten, die sich am Terminal angemeldet haben, werden Ihnen im Warteschlangenaufruf-Panel angezeigt. Das Panel können Sie sich aus der Tagesliste über die Menüleiste → Panel → Warteschlangenaufruf einblenden. Darüber hinaus können Sie sich in der Tagesliste die Spalte Warteschlangennummer einblenden.

Spalte 1 beinhaltet die Wartenummer, welche der Patient bei der Selbstanmeldung am Terminal zugewiesen bekommen hat. Die Ausgabezeit 2 sagt Ihnen, wann der Patient sich angemeldet hat. Dadurch behalten Sie im Blick, wie lange der Patient schon im Wartezimmer sitzt. In die Spalten 3 und 4 werden von tomedo® automatisch Aufruf und Aufrufzeit eingetragen, sobald Sie den Patienten über eine der Aufruf-Schaltflächen aufgerufen haben. Die Aufruf-Schaltflächen können Sie sich über Rechtsklick auf die Toolbar → Symbolleiste anpassen in der Toolbar des Panels, der Tagesliste sowie in der Kartei ein-/ausblenden.

Die Spalte Patient 5 zeigt an, ob es sich um einen Bestands- oder einen Neupatienten handelt.

Achtung: Es kann durchaus vorkommen, dass ein Bestandspatient bei der Selbstanmeldung nicht zugeordnet werden kann (z.B. durch Tippfehler oder Probleme beim Kartenlesegerät). Wenn der Haken in dieser Spalte nicht gesetzt ist, muss es sich also nicht zwingend tatsächlich um einen Neupatienten handeln. Diese Fälle sollten daher nochmal von einer MFA geprüft werden.

In den folgenden Spalten 6 werden die Patientendaten angezeigt, die entweder manuell am Terminal eingegeben oder von der eGK ausgelesen wurden. Sind diese Spalten leer, konnte vermutlich die Karte nicht korrekt ausgelesen werden. Auch diese Fälle sollten von einer MFA geprüft werden.

Sie können sich die Spalten im Warteschlangenpanel in beliebiger Reihenfolge anordnen sowie ein- und ausblenden. Die Einträge im Warteschlangenpanel können Sie innerhalb der Spalten jeweils sortieren und filtern. In der Toolbar können Sie sich neben den Schaltflächen für den Patientenaufruf 7 auch die Schaltflächen für den Aufruf der Patientendetails, Kartei sowie der tomedo®-Einstellungen 8 einblenden (per Rechtsklick → Symbolleiste anpassen).

Mittels „Anlegen“ 9 können Sie zu dem im Warteschlangenpanel aktuell ausgewählten Eintrag einen neuen Patienten mit den bei der Selbstanmeldung eingegebenen/von der Karte ausgelesenen Kontaktdaten anlegen. Der Eintrag wird dann im Panel als Patient erkannt (Haken in Spalte Patient wird gesetzt). Nachdem Sie einen Besuch angelegt haben und der Patient in der Tagesliste erscheint, wird auch die Wartenummer in die Tagesliste übernommen.

Mittels „Zuweisen“ 10 können Sie den aktuell im Warteschlangenpanel ausgewählten Eintrag einem in der Tagesliste ausgewählten Patienten zuweisen. Dies ist z.B. hilfreich, wenn der am Terminal angemeldete Patient nicht als Bestandspatient erkannt wurde und Sie manuell einen Besuch anlegen. Nach erfolgreicher Zuweisung wird der Warteschlangen-Eintrag als Patient gekennzeichnet und die Wartenummer in die Tagesliste übertragen.

Über den Löschen-Knopf 11 können Sie ein oder mehrere Einträge aus dem Warteschlangenpanel löschen.

Skripte für den Patientenaufruf

Der Patientenaufruf kann per Sprachausgabe oder Bildschirmanzeige erfolgen und muss per Skript konfiguriert werden. Die jeweiligen Skripte erstellen Sie in der Skriptverwaltung, die Sie über die Menüleiste unter Admin Skripte aufrufen können.

Anschließend wählen Sie die Skripte in den Einstellungen des Self-Check-In (unter tomedo® → Einstellungen → Arbeitsplatz) aus. Sie haben die Möglichkeit verschiedene Aufrufe zu konfigurieren, je nachdem, ob z.B. der Arzt oder die MFA aufruft oder in welches Zimmer Sie den Patienten rufen möchten.

Nachdem Sie alle Einstellungen getätigt haben, starten Sie den Self-Check-In-Modus analog zum normalen Kiosk-Modus, indem Sie in den tomedo®-Einstellungen unter Arbeitsplatz → Kiosk den Haken „dieser Rechner ist ein Patiententerminal“ setzen.

FAQs – Selbstanmeldung funktioniert nicht

Früher konnte ich auswählen, ob ich schon einmal da war. Wo ist dieser Screen hin?

Der Kiosk sucht in zwei Stufen nach Patienten. Einmal „genau“, das heißt, der Vorname muss genau passen (nicht nur Anfang und Ende). Danach „ungenau“ (fuzzy). Nur, falls der Treffer im zweiten Schritt zustande kommt, wird der “Waren sie schon mal da“-Screen angezeigt. Wählt man hier “Nein“, wird ein Neupatient angelegt. Bei “Ja“ wird der Treffer verwendet.

Ich bekomme die Meldung, dass keiner oder mehrere Termine vorhanden sind. Im Kalender ist aber genau ein Termin der Patientin zugeordnet.

Vorher war es so, dass zuerst immer nur die Termine, die direkt an den Patienten hingen, durchsucht wurden. Neuerdings gelten OTK und andere nicht-verbundene Termine als gleichwertig. Das heißt, wenn für die eingegebene Kombination aus Name, Vorname und Geburtsdatum auch ein OTK-Termin gefunden wurde, so wird der Patient abgelehnt, da keine eindeutige Zuordnung erfolgen kann.

Die Patientin hat ganz sicher einen Termin, aber dieser wird vom Kiosk nicht gefunden. Was soll das?

Im Kiosk gibt es die Einstellung, nach Terminlokalität zu filtern. Vermutlich wurde der Termin für eine andere Lokalität angelegt. Man kann dieses Verhalten über die Einstellung unter Arbeitsplatz → Kiosk: Allgemeines „Terminlokalität“ entsprechend setzten.

Beachten Sie dazu Erläuterung im Unterkapitel Einstellungen zur Selbstanmeldung (Kiosk) unter Punkt 8.

Ein Patient meldet sich mit zwei Vornamen an, wird aber nicht gefunden, obwohl ein Termin vorhanden ist.

Wenn im Termin nur ein Vorname eingetragen wurde, kann man im Kiosk auch nur einen eingeben. Ansonsten käme es zu vielen Fehlzuordnungen.

Was bewirkt die Einstellung “Keine Wartenummern bei gescheiterten Anmeldungen“?

Es kann sein, dass GKV-Patienten ihre Karte für das aktuelle Quartal noch stecken müssen oder ein beliebiger anderer Fehler auftritt. In diesem Fall gilt eine Anmeldung als gescheitert. Die Patienten erhalten dennoch einen Besuch und einen leeren GKV-Schein (ggf. können Sie ein Ersatzverfahren manuell anlegen), wenn diese Einstellung aktiviert ist, aber keine Wartenummer.

Die Webformulare laden nicht. Der Kiosk hängt.

Erfahrungsgemäß ist die häufigste Ursache für dieses Verhalten ein falsch konfiguriertes Webformular. Im Speziellen kann es sein, dass kein Pfad zur entsprechenden ZIP / zum entsprechenden Webarchiv hinterlegt ist, oder dem Karteieintragstyp ist kein Webformular mehr zugeordnet.

 

In der Besuchsinfo steht immer “Anmeldung unvollständig“. Was heißt das?

Diese Meldung wird vom Kiosk eingetragen, wenn eine Anmeldung durch einen Timeout beendet wurde. Man kann dieses Verhalten über die Einstellung unter Arbeitsplatz → Kiosk: Patienteneingabe: „Hinweis im Besuchs-Info-Feld anzeigen, wenn die Anmeldung durch eine Zeitüberschreitung beendet wurde“ unterbinden.